Wächter Bosniens – Region Tuzla: Möge uns der Jahrestag des Verbrechens an der Kapija daran erinnern, dass Frieden ohne Gerechtigkeit sinnlos ist!

Patria
AutorPatria
17:37
Podijeli:
Wächter Bosniens – Region Tuzla: Möge uns der Jahrestag des Verbrechens an der Kapija daran erinnern, dass Frieden ohne Gerechtigkeit sinnlos ist!

(Patria) – Die Vereinigung Wächter Bosniens – Region Tuzla hat sich anlässlich des 30. Jahrestages des Verbrechens an der Kapija geäußert.

„An diesem Tag, dem 25. Mai 1995, verlor Tuzla seine Jugend, und Bosnien wurde an einem Ort verwundet, an dem das Leben gefeiert werden sollte. Eine Granate, abgefeuert von den Stellungen der Armee der Republika Srpska, auf Befehl von Novak Đukić, traf die Kapija – einen Treffpunkt der Jugend, einen Ort des Lachens, der Freundschaften und der ersten Liebe.

In diesem Moment wurden 71 Leben ausgelöscht. Mehr als 200 junge Menschen wurden verletzt. Lächeln verschwanden, Pläne wurden durchkreuzt, Tage, die noch kommen sollten, wurden gestoppt. Zurück blieben weinende Mütter, stumme Väter, leere Stühle, ungelesene Briefe und unausgesprochene Worte.

Die Kapija war kein militärisches Ziel. Die Kapija war ein Symbol der Jugend und der Freude, und an diesem Abend wurde dort ein bewusster, brutaler Verbrechens an unschuldigen Zivilisten verübt. Der Täter, Novak Đukić, der vom Gericht von Bosnien und Herzegowina rechtskräftig verurteilt wurde, spaziert heute frei in Belgrad herum, während die Familien der Opfer Gerechtigkeit suchen und der Staat, dem wir angehören, schweigt.

Die Wächter Bosniens erweisen heute mit Trauer der unschuldigen Jugend von Tuzla die Ehre. Dieser Tag ist nicht nur ein Tag der Erinnerung, sondern auch ein Tag der Warnung. Damit wir nicht vergessen. Damit wir nicht zulassen, dass der Verbrecher ungestraft bleibt und die Opfer vergessen werden.

Die Kapija ist nicht nur eine Wunde Tuzlas. Sie ist eine Wunde ganz Bosniens. Und jeder ihrer Steine erinnert an die Namen derer, die unschuldig ums Leben kamen. Es liegt an uns, sie nicht der Stille zu überlassen, sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Wir verkünden: Mögen alle wissen, besonders diejenigen, die Mörder feiern und die Namen der Unschuldigen auslöschen – Bosnien fiel nicht an der Kapija. Bosnien ist aus dem Blut seiner Jugend aufgestanden und hat sich aufrecht weiterbewegt, ihre Namen im Herzen tragend.

Möge uns dieser Jahrestag an den Preis der Freiheit und den Preis des Lebens in Bosnien erinnern. Möge er uns lehren, dass Frieden ohne Gerechtigkeit sinnlos ist und Gerechtigkeit keinen Wert ohne Wahrheit hat.

Mögen die Seelen der an der Kapija Ermordeten in Frieden ruhen. Und möge diese Wunde uns allen ein Gelübde sein – niemals zu vergessen und niemals wieder zuzulassen“, heißt es in der Mitteilung.

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