2023–2025: Über 2 Milliarden KM ohne grundlegende Vergaberegeln ausgegeben – vor allem Kredite, Konzessionen und Rechtsdienstleistungen

Patria
AutorPatria
10:16
Podijeli:
2023–2025: Über 2 Milliarden KM ohne grundlegende Vergaberegeln ausgegeben – vor allem Kredite, Konzessionen und Rechtsdienstleistungen

(Patria) – Die Vergabebehörde Bosnien und Herzegowinas hat die erste umfassende Analyse der Anwendung von Ausnahmen vom Vergabegesetz (Artikel 10a) durchgeführt, die den Zeitraum von 2023 bis 2025 abdeckt.

Die Ergebnisse sind alarmierend: Über 2 Milliarden KM öffentlicher Gelder wurden ohne Anwendung der grundlegenden Prinzipien der Transparenz, des Wettbewerbs und der Gleichbehandlung ausgegeben.

Diese Analyse stellt einen entscheidenden Schritt bei der Vorbereitung des neuen Vergabegesetzes dar, das stärkere Kontrollmechanismen und eine größere Verantwortung bei der Verwendung öffentlicher Mittel bringen wird.

Im Jahr 2023 wurden fast 19.000 Ausnahmen mit einem Gesamtwert von rund 660 Millionen KM verzeichnet. Im Jahr 2024 sank die Zahl der Ausnahmen auf 14.399, der Wert stieg jedoch auf 1,14 Milliarden KM.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 wurden weitere 160 Millionen KM über Ausnahmen realisiert.
Die größten Beträge entfielen auf Kredite, Konzessionen, Rechtsdienstleistungen und bestimmte Infrastrukturbereiche.

„Ein erheblicher Teil der Ausnahmen betrifft große Einrichtungen und sektorale Auftraggeber, was auf systemische Praktiken hindeutet. Was sagen uns diese Daten? Dieser Trend zeigt regulatorische Lücken auf, die Raum für Korruptionsrisiken schaffen, den Marktwettbewerb schwächen und eine effiziente Verwaltung öffentlicher Mittel in Frage stellen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, wie jeder konvertible Fening aus dem Haushalt ausgegeben wird“, so die Behörde.

Maßnahmen, die die Behörde im neuen Gesetz vorschlägt:

- Verpflichtung zur Veröffentlichung eines speziellen Beschaffungsplans für Ausnahmen, zusätzlich zum regulären Vergabeplan.


- Verpflichtung zur Veröffentlichung eines Berichts über die Umsetzung der Ausnahmen, um vollständige Transparenz zu gewährleisten.

- Besondere Kontrollmechanismen für Ausnahmen mit hohem Wert.
- Klarere Abgrenzung zwischen öffentlichen Aufträgen und Verträgen unter besonderen Regelungen (Konzessionen, ÖPP) bei gleichzeitiger verstärkter Aufsicht.

„Dies ist das erste Mal, dass Ausnahmen auf eine so umfassende Weise analysiert werden. Auf der Grundlage der Ergebnisse wird die Behörde konkrete Maßnahmen in das neue Gesetz einbauen, um sicherzustellen, dass kein Segment der öffentlichen Ausgaben intransparent bleibt. Es ist an der Zeit, die Praxis der übermäßigen Berufung auf Ausnahmen zu beenden. Öffentliche Mittel müssen klar, verantwortungsvoll und im Interesse aller Bürger Bosnien und Herzegowinas ausgegeben werden“, so die Behörde.

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