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Wenige Minuten vor 13 Uhr landete der Kriegsverbrecher Vojislav Šešelj auf dem Belgrader Flughafen, nachdem er in Amsterdam in ein Flugzeug nach Belgrad gestiegen war, berichtet die bosnische Nachrichtenagentur Patria.
Šešelj sagte, dass Politik für ihn Priorität habe, und erst danach die Behandlung, obwohl bei ihm Lebermetastasen festgestellt wurden. Šešelj wurde wegen seines schlechten Gesundheitszustands aus Scheveningen vorübergehend freigelassen.
- Ich freue mich auf die Rückkehr. Politik hat für mich Priorität, und erst danach die Behandlung. Ich habe zwei Metastasen, aber das ist nicht so schlimm, wie man denkt - sagte Šešelj gegenüber „Blic“.
Er sollte nach 12 Jahren ohne Urteil in Untersuchungshaft in Den Haag gegen 13 Uhr in Serbien eintreffen.
Auf dem Belgrader Flughafen „Nikola Tesla“ versammeln sich bereits die Anhänger von Vojislav Šešelj. Hunderte von Menschen, die Flaggen und Transparente mit seinem Bild tragen, sowie zahlreiche Fernsehteams warten am Flughafen auf den Führer der Radikalen.
Die Sicherheitskräfte haben bereits am Ankunftsterminal eine Gasse gebildet, durch die Šešelj gehen soll. Zuvor wurde mitgeteilt, dass kein Regierungsvertreter Šešelj empfangen werde.
Die Radikalen kündigten für Samstag, den 14. November, um 12 Uhr mittags eine „Willkommenskundgebung für Šešelj“ auf dem Platz der Republik in Belgrad an.
Die Anklageschrift des Haager Tribunals wirft dem Führer der serbischen Radikalen und dem serbischen Wojwoden Verbrechen in Kroatien, Bosnien und Herzegowina und in der Vojvodina vor. Šešelj wird die Beteiligung an systematischen und weit verbreiteten Angriffen auf die kroatische, muslimische und andere nicht-serbische Zivilbevölkerung in Ost- und Westslawonien, Bosnien und Herzegowina und in der Vojvodina vorgeworfen.
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