
(Patria) - Solange wir uns nicht von der Zwangsjacke befreien, die Bosnien und Herzegowina in Dayton übergestülpt wurde, werden wir Probleme mit der Einmischung unserer Nachbarn in die inneren Angelegenheiten unseres Landes haben.
Dies erklärte er für die Nachrichtenagentur Patria (NAP), der Vorsitzende des Hauptausschusses der Demokratischen Front (DF) und Abgeordneter im Parlament der Föderation Bosnien und Herzegowina, Hajrudin Žilić, der sagt, dass er überhaupt keinen großen Unterschied im Verhalten Serbiens und Kroatiens gegenüber Bosnien und Herzegowina sehe.
- Serbien akzeptiert die Entscheidungen, beziehungsweise Urteile des Gerichts von Bosnien und Herzegowina nicht, und Kroatien akzeptiert die Entscheidungen der Mehrheit der Bürger, beziehungsweise die Wahlergebnisse nicht. Wir erleben eine Fortsetzung der Politik und der Absprachen von Karadžićevo aus dem März 1991, nur mit anderen Mitteln - betont Žilić.
Leider, fügt unser Gesprächspartner hinzu, sei die Entscheidungsfindung auf der Ebene Bosnien und Herzegowinas systemisch so definiert, dass über staatliche Angelegenheiten eigentlich die Entitäten entscheiden, nicht der Staat.
- Die verfassungsmäßigen Zuständigkeiten der Kantone sind so, dass jeder Kanton fast ein eigener Staat ist, geschweige denn die Entitäten. Diese Schwäche nutzen natürlich die nicht-nachbarschaftlichen Politiken der Nachbarstaaten aus.
Letztendlich respektieren die Nachbarn, vor allem aufgrund des ausländischen Faktors, mehr oder weniger die territoriale Integrität Bosnien und Herzegowinas, aber die Souveränität definitiv nicht - führt Žilić aus.
Er sagt auch, dass er noch nie von irgendeinem Politiker unseres östlichen Nachbarn gehört habe, dass er die Souveränität Bosnien und Herzegowinas erwähnt, geschweige denn darüber spricht.
- Leider gibt es in Bosnien und Herzegowina, und das erleben wir täglich, Kräfte, die weder die territoriale Integrität anerkennen und sie fast täglich angreifen.
Wir sind leider auf der Ebene Bosnien und Herzegowinas nicht in der Lage, auch nur eine Deklaration oder Resolution zu verabschieden, mit der wir die verbalen und auch praktischen Angriffe auf Bosnien und Herzegowina als souveränen Staat verurteilen würden - schließt Žilić in seiner Erklärung für NAP.
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