
Seit dem Mord an dem 19-jährigen F.P. im Sarajevoer Stadtteil Otoka sind 16 Stunden vergangen, und im Innenministerium KS und der Staatsanwaltschaft KS herrscht eine Mauer des Schweigens.
Der brutale Mord ereignete sich gegen Mitternacht von Sonntag auf Montag an einer stark frequentierten Kreuzung im Stadtteil Otoka.
Im Laufe des Morgens gab es vom Innenministerium KS nur die Bestätigung der Information, dass ein Mord geschehen sei. Über den Angreifer/die Beteiligten/die Mittäter gab es keine offiziellen Informationen.
In der Staatsanwaltschaft KS herrschte ebenfalls Stille. Die diensthabende Staatsanwältin leitete die Spurensicherung, erließ die notwendigen Anordnungen, und dann folgten die Identifizierung und die Feststellung aller Umstände des Mordes, der zum wiederholten Male die Bürger Sarajevos erschütterte.
Weder der Innenminister Admir Katica noch der Premierminister des Kantons Sarajevo, Nihad Uk, haben sich geäußert. Auch die Troika, die die Regierung im Kanton Sarajevo bildet, reagierte nicht. Sie sandte weder eine Beileidsbekundung an die Familie noch eine Botschaft, um die Bürger Sarajevos zu beruhigen.
Die Informationen, die die Medien aus ihren Quellen erhalten, verbreiten nur zusätzliche Unruhe. Sowohl bei der Familie des getöteten jungen Mannes als auch bei den Bürgern, die die Nachrichten mit Besorgnis verfolgen.
Dies ist nicht der erste Mord in Sarajevo, aber niemand hat das Recht, sich so zu verhalten, als sei dies eine Situation, an die wir uns gewöhnen müssten. Denn es ist nicht normal, dass 19-Jährige getötet werden und darüber geschwiegen wird.
Die Umstände, unter denen der Mord geschah, sind noch immer nicht offiziell bestätigt. Ein junges Leben wurde verloren, und der Mörder möchte sich nach Informationen der Medien den Polizeibehörden stellen.
(A. Vrabac)
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