
(Patria) - Auf Initiative des Innenministeriums des Kantons Zenica-Doboj hat das Finanzministerium des ZDK ein Arbeitstreffen mit Vertretern der ASA Bank, die das Schatzamtkonto des Kantons führt, mit dem Ziel organisiert,
die Möglichkeit der Kartenzahlung von Verkehrsstrafen vor Ort mittels POS-Terminals einzuführen.
Diese Zahlungsmethode wird in der ersten Phase ausländischen Staatsbürgern zur Verfügung stehen, während in der nächsten Periode eine Ausweitung auch auf inländische Bürger geplant ist.
– Ausländische Staatsbürger hatten nach 16 Uhr, wenn die Öffnungszeiten von Banken und Postämtern enden, keine Möglichkeit, die Strafe zu bezahlen. Durch die Einführung von POS-Terminals ermöglichen wir ihnen, die Strafe sofort vor Ort zu bezahlen, ohne dass zusätzliche Verfahren erforderlich sind - erklärte Innenminister Emir Vračo.
Die Kartenzahlung wird neben der Effizienzsteigerung auch zur Verringerung des Korruptionsrisikos beitragen, da das System jede Handlung des Polizeibeamten während der Kontrolle aufzeichnet.
Das Innenministerium nutzt bereits das fortschrittliche Informationssystem RENATA, das eine schnellere und effizientere Verarbeitung von Daten über Fahrer und Fahrzeuge ermöglicht, ohne dass eine Kommunikation mit den diensthabenden Stellen erforderlich ist.
Dank dieses Systems wurden allein in den letzten sieben Tagen 427 Strafbefehle ausgestellt, davon 95 % an ausländische Staatsbürger.
– Das System RENATA und die neuen POS-Terminals ermöglichen eine vollständige Kontrolle und Aufzeichnung – es ist genau bekannt, was der Polizist getan hat, welche Abfrage er gesendet hat, was die Kamera aufgezeichnet hat. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer transparenteren und effizienteren Arbeit - betonte Minister Vračo.
Das Finanzministerium des ZDK ist technischer Träger des Projekts zur Einführung der Kartenzahlung und arbeitet mit der ASA Bank an der Findung effizientester Lösungen.
– Unser Ziel ist es, eine möglichst einfache und schnelle Zahlungsweise über POS-Terminals zu gewährleisten. Wir arbeiten an den technischen Details, damit das System zuverlässig und für eine breitere Implementierung bereit ist - sagte Finanzministerin Dženana Čišija.
Der Kanton Zenica-Doboj ist der erste in Bosnien und Herzegowina, der ein solches Modell der Strafzahlung vor Ort einführt. Mit der Einführung dieses Systems wird eine Steigerung der Eintreibung von Verkehrsdelikten um mindestens 30-35 % erwartet, und zusätzliche Investitionen in die Erweiterung des Systems sind auch für das Jahr 2026 geplant.
Die Regierung des Kantons Zenica-Doboj investiert kontinuierlich erhebliche Mittel in die Modernisierung der Arbeit des Innenministeriums, mit dem Ziel, die Sicherheit und Effizienz des polizeilichen Handelns vor Ort zu erhöhen.
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