
Bosnien und Herzegowina sollte in die Menschen auf dem Land investieren, denn sie produzieren nicht nur Lebensmittel, sondern schützen auch die Umwelt und den Raum – erklärte die kroatische EU-Abgeordnete Marijana Petir im Interview mit der bosnisch-herzegowinischen Nachrichtenagentur Patria.
Ihre Empfehlung lautet, dass Bosnien und Herzegowina die Landwirtschaft auf kleine und mittlere landwirtschaftliche Familienbetriebe stützen und diese zu starken Erzeugerorganisationen zusammenschließen sollte, die sich um ihre Mitglieder kümmern und so deren Interessen gegenüber Geschäftspartnern (Abnehmern und Verarbeitern sowie Handelsketten) besser vertreten.
Die Investitionen des Staates in diesen Wirtschaftszweig würden sich bald mehrfach auszahlen, vor allem würde die Arbeitslosigkeit in einem Land gesenkt, in dem fast die Hälfte der Bevölkerung nicht erwerbstätig ist.
– Die Landwirtschaft in BiH stammt aus einem ähnlichen System und hat eine ähnliche Privatisierung des Agrarsektors durchgemacht wie Kroatien. Ich glaube, dass uns ähnliche Probleme plagen, von denen einige etwas stärker, andere etwas schwächer ausgeprägt sind – sagt Petir und fügt hinzu, dass sie bereit sei, ihre Erfahrungen persönlich mit den Landwirten in BiH zu teilen. Und nicht nur das, sie sei bereit, dazu beizutragen, dass die Erfahrungen von Ländern mit einer hochentwickelten Landwirtschaft (wie Österreich, Deutschland, Frankreich) auch nach BiH kommen.
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