
Die Beschwerdekommission des Presserats in BiH hat auf ihrer ersten Sitzung im Jahr 2015 neben der Bearbeitung von 22 Bürgerbeschwerden über ungenaue und unprofessionelle Medienberichterstattung auch über den Gesetzesentwurf zur öffentlichen Ordnung und Ruhe der RS diskutiert und ihn als verhängnisvoll für die Meinungsfreiheit in Bosnien und Herzegowina befunden, berichtet die Nachrichtenagentur Patria.
Die Beschwerdekommission des Presserats appelliert an die Abgeordneten der Nationalversammlung der RS, den Gesetzesentwurf zur öffentlichen Ordnung und Ruhe der RS abzulehnen, da er die grundlegenden Menschenrechte und Freiheiten einschränkt, die durch die Europäische Menschenrechtskonvention, die Verfassung der RS und die Verfassung von BiH sowie durch andere internationale Menschenrechtskonventionen, die BiH ratifiziert hat, garantiert werden.
Der Gesetzesentwurf zur öffentlichen Ordnung und Ruhe der RS schränkt die Meinungs- und Ausdrucksfreiheit ein, indem die Meinungsfreiheit als Ordnungswidrigkeit behandelt wird.
Ebenso schränkt der Entwurf dieses Gesetzes die Versammlungsfreiheit ein, die eine wesentliche Errungenschaft einer demokratischen Gesellschaft und einer pluralistischen Gemeinschaft darstellt.
Mit der Verabschiedung eines solchen Gesetzes würde die bosnisch-herzegowinische Gesellschaft einen autoritären Weg einschlagen und die Prozesse der demokratischen Konsolidierung in BiH vollständig zum Stillstand bringen.
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