
(Patria) - Nach der Entscheidung des Verfassungsgerichts von BiH vom März dieses Jahres, die bestätigte, dass BHRT einen gesetzlichen Anteil der im RS-Entität erhobenen Rundfunkgebühren zusteht, hat der Oberste Gerichtshof der RS in zwei Gerichtsverfahren zugunsten von BHRT entschieden.
Es handelt sich um einen jahrelangen Streit zwischen den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern über die Verteilung der Rundfunkgebühren, deren Gesamtschulden gegenüber BHRT nun über 100 Millionen Konvertible Mark übersteigen.
In den betreffenden Fällen verklagte BHRT RTRs wegen einer Schuld von mehr als 10 Millionen KM.
Das Gericht folgte den Argumenten von BHRT und bestätigte, dass BHRT gemäß dem Gesetz über das öffentliche Radio- und Fernsehsystem 50 Prozent der insgesamt erhobenen Rundfunkgebühren nach Abzug der operativen Inkassokosten zustehen.
Der Oberste Gerichtshof der RS stellte unmissverständlich fest, dass RTRs nicht das gesetzliche Recht hatte, das gesamte eingezogene Geld einzubehalten oder die Auszahlung an BHRT willkürlich von der Bildung einer Korporation öffentlicher RTV-Dienste abhängig zu machen.
Es wurde auch angeordnet, die Gerichtsverfahren vor den Gerichten niedrigerer Instanz in Banja Luka zu wiederholen, mit der Verpflichtung zur konsequenten Anwendung der Rechtsauffassungen aus dem Urteil des Verfassungsgerichts von BiH.
Diese Entscheidungen bestätigen die langjährigen Behauptungen von BHRT über rechtswidriges Vorgehen von RTRs, das die Funktionsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen RTV-Dienstes von Bosnien und Herzegowina direkt gefährdet hat.
„Diese Gerichtsentscheidungen stellen einen bedeutenden Schritt zur Schaffung einer gesetzlichen und gerechten Verteilung der Rundfunkgebühren und zur Stärkung der Integrität des öffentlichen Radio- und Fernsehsystems von BiH dar“, so BHRT.
Der öffentliche Dienst von BiH befindet sich seit langem in einer schwierigen finanziellen Situation, gerade wegen der nicht ausgezahlten Mittel, die BHRT gesetzlich zustanden.
Die Gesamtschulden von RTRs gegenüber BHRT aus diesem Grund belaufen sich derzeit auf rund 100 Millionen KM.
Es wird erwartet, dass die erneuerten Verfahren vor den Gerichten niedrigerer Instanz zu einer konkreten Anwendung der Gesetze und Entscheidungen der höchsten Justizinstitutionen in BiH führen werden.
Dadurch würden schließlich Gesetzmäßigkeit, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit des öffentlichen RTV-Systems im Interesse aller Bürger Bosniens und Herzegowinas gewährleistet.
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