Fahrer wehren sich gegen Monopol der Schule aus Široki Brijeg: Einzige in BiH, die Lizenzen ausstellt!?

Patria
AutorPatria
17:00
Podijeli:
Fahrer wehren sich gegen Monopol der Schule aus Široki Brijeg: Einzige in BiH, die Lizenzen ausstellt!?

Tausende Fahrer aus Bosnien und Herzegowina fordern vom Ministerrat von BiH, das Monopol der Schule 'Centar za obrazovanje' aus Široki Brijeg aufzuheben, die als einzige in BiH Diplome für den internationalen Verkehr verifiziert, schreibt Patria.

Zuerst rebellierten die Fahrer aus der bh. Entität Republika Srpska, und nun fordern dasselbe auch ihre Kollegen aus der Föderation Bosnien und Herzegowina.

Die berufliche Mittelschule mit öffentlichem Recht 'Centar za obrazovanje' Široki Brijeg ist derzeit die einzige im Land, die befugt ist, Aufgaben der beruflichen Qualifizierung von Leitern und Fahrern im internationalen Straßenverkehr durchzuführen. Zum Vergleich: Auf der offiziellen Website des Verkehrsministeriums der Republik Kroatien werden die Adressen von 48 Schulen und Firmen aufgeführt, die das Qualifizierungsprogramm für den internationalen Verkehr und andere Qualifikationen durchführen.

Gründerin der Schule aus Široki Brijeg ist Mila Ševo. Im Register der Rechtssubjekte in BiH wird angegeben, dass das Gründungskapital der Schule 100 KM beträgt. Den Auftrag für die fünfjährige berufliche Qualifizierung von Leitern und Fahrern im internationalen Straßenverkehr in BiH erhielten sie im Jahr 2011. Seitdem bis heute haben sie von den bh. Fahrern rund vier Millionen KM eingenommen.

Das Versäumnis mit dem Centar za obrazovanje wurde während der Amtszeit des Ministers für Verkehr und Kommunikation von BiH, Rudo Vidović, begangen. Den Auftrag für Ševos Schule vergab der damalige Staatsminister Vidović, obwohl Bildung in die Zuständigkeit der Entitäten und Kantone fällt. Vidović hatte zuvor eine unrechtmäßige Verordnung genehmigt, nach der er das Monopol an die Schule aus Široki Brijeg vergab.

Eine Quelle der Nachrichtenagentur Patria aus dem Ministerrat von BiH erklärt, dass das Centar za obrazovanje nicht nur das lukrative Geschäft unter fragwürdigen Umständen erhalten habe, sondern auch keine Zahlungen an den Haushalt von Bosnien und Herzegowina geleistet habe, obwohl sie dazu verpflichtet gewesen wären, da sie den Auftrag 'durch öffentliche Befugnis' erhalten hätten. Eine einjährige Lizenz für den internationalen Straßenverkehr kostet zwischen 500 und 700 KM. Einen Teil dieses Geldes hätte das Centar za obrazovanje für sich behalten und den Rest an den Haushalt von Bosnien und Herzegowina abführen sollen, doch das Centar tat dies nicht.

Die ehemaligen Staatsminister für Finanzen und Justiz, Nikola Špirić und Bariša Čolak, warnten Vidovićs Nachfolger, Minister Damir Hadžić, dass das Centar za obrazovanje aus Široki Brijeg kein Geld in den Haushalt einzahle, doch der Vertrag mit dieser Schule wurde auch damals nicht gekündigt.

In diesen Tagen hat das Centar za obrazovanje vom Ministerium für Verkehr und Kommunikation von BiH die Erneuerung des lukrativen Vertrags gefordert, schreibt Patria.

Komentari (0)

Prijavite se za komentiranje

Prijava

Jos nema komentara. Budite prvi!

Minuta

Sve →

Iz drugih kategorija