
Die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina wird auf ihrer heutigen Sitzung in Mostar Vorentwürfe zu vier wichtigen Gesetzen erörtern und sich dazu äußern, schreibt Patria.
Das Hauptziel des Vorentwurfs des Beitragsgesetzes ist es, bei einem niedrigeren Gesamtbeitragssatz und gleichzeitiger Ausweitung der Beitragsbemessungsgrundlage sowie Erhöhung der Beitragszahlerbasis unter Beibehaltung einer neutralen Auswirkung auf die Einnahmen der außerbudgetären Fonds, die Starrheit des Beitragssystems in der Föderation Bosnien und Herzegowina im Vergleich zu den Ländern der Region und Europas zu verringern.
Der Vorentwurf des Einkommensteuergesetzes entstand aus der Einschätzung, dass das bestehende Einkommensteuersystem in der Föderation Bosnien und Herzegowina kein zufriedenstellendes Maß an Gerechtigkeit bei der Besteuerung gewährleistet. Ziel des neuen Gesetzes ist die Sicherung mittelfristiger fiskalischer Nachhaltigkeit durch eine deutliche Senkung der Arbeitsbelastung.
Den Mitgliedern der Föderationsregierung liegen auch die Vorentwürfe des Gesetzes über die friedliche Beilegung von Streitigkeiten vor, das einen Rechtsmechanismus zur Verwirklichung individueller und kollektiver Rechte aus dem Arbeitsverhältnis durch einen durch Schlichter und Schiedsrichter unterstützten sozialen Dialog darstellt, sowie des Gesetzes über die Behandlung von Unfruchtbarkeit durch biomedizinisch unterstützte Fortpflanzung.
Auf der Tagesordnung stehen auch die Vorschläge von vier Beschlüssen über die Verwendung von Mitteln, die aus dem Verkauf von Staatskapital an der Fabrik duhana Sarajevo d.d. Sarajevo und Bosnalijek d.d. Sarajevo erzielt wurden, sowie der Vorschlag für einen Beschluss zur Festlegung der Art und Weise bzw. der Methoden der Privatisierung des Staatskapitals im Wirtschaftsunternehmen Sarajevo-Osiguranje d.d. Sarajevo.
Die Programme für die Verwendung der diesjährigen Transfers, die dem Föderalen Ministerium für Bildung und Wissenschaft und dem Föderalen Ministerium für Gesundheit genehmigt wurden, werden ebenfalls erörtert.
Das Föderale Finanzministerium hat zur Erörterung auf der heutigen Sitzung den jährlichen Kreditplan für 2017 und die Strategie zur Schuldenverwaltung der Föderation Bosnien und Herzegowina für die Jahre 2017-2019 vorgelegt.
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