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Nach der Analyse der Informationen des Föderalen Renten- und Invalidenversicherungsamtes kam die Regierung der Föderation BiH heute zu dem Schluss, dass es keine finanziellen Möglichkeiten für eine Erhöhung aller Renten um 10 Prozent gibt. Sie schloss auch, dass sie im Rahmen eines neuen Gesetzes über die Renten- und Invalidenversicherung die Möglichkeit einer Lösung prüfen wird, durch die die bis 1998 erworbenen Renten um 10 Prozent erhöht würden, sowie die von 1998 bis 2007 erworbenen Renten und die übrigen, entsprechend den finanziellen Möglichkeiten der Föderation BiH, berichtet die Agentur Patria.
Die Haltung der Regierung der Föderation BiH ist, dass die letzte Änderung des geltenden Gesetzes über die Renten- und Invalidenversicherung, die die Unterstützung des Repräsentantenhauses des Parlaments der Föderation BiH erhalten hat, völlig dem gesamten Konzept der Reform des Rentensystems in der Föderation BiH widerspricht, und dass sie im Falle der Verabschiedung der Änderungen die Möglichkeit prüfen wird, ein Verfahren zur Überprüfung der Art und Weise der Vorschlagung und Verabschiedung einzuleiten.
Die Föderale Regierung ist der Ansicht, dass jede vorzeitige Verrentung nach dem geltenden Gesetz über die Renten- und Invalidenversicherung das gesamte Rentensystem in der Föderation BiH zusätzlich gefährdet und die rechtzeitige Auszahlung der Renten auf dem erreichten Niveau in Frage stellt.
In der Information des Föderalen PIO-Amtes wird angegeben, dass die durchschnittliche Anzahl der Rentner im Jahr 2016 404.164 betrug. In diesem Jahr erzielte der PIO-Fonds einen Verlust von 38.310.730 KM, zu dem noch der Verlust aus dem Jahr 2015 in Höhe von 141.575.945 KM hinzukommt, was insgesamt 179.886.675 KM an akkumulierten Verlusten des Vorjahres ergibt.
Gemäß dem Finanzplan für das Jahr 2017 sollte das Rentensystem in der Föderation BiH einen Überschuss von 1.905.669 KM bei den Einnahmen gegenüber den Ausgaben erzielen und damit den gesamten akkumulierten Verlust aus dem Vorjahr um diesen Betrag verringern.
Die durchschnittliche Anzahl der Rentner im Jahr 2017 beträgt 409.355, und um die Regelmäßigkeit der Rentenzahlungen zu gewährleisten, hat sich das Föderale PIO-Amt bei Geschäftsbanken in Höhe von 74 Millionen KM verschuldet und nutzt ein Darlehen der BH Pošta in Höhe von 41 Millionen KM.
Falls ab dem 1.8.2017 der Rentenbetrag um zehn Prozent ausschließlich für Rentner erhöht wird, die bis zum 31.7.1998 in Rente gegangen sind, zeigt die Prognose des Finanzergebnisses für die nächsten vier Jahre eine schrittweise Verringerung des akkumulierten Defizits auf 112.686.968 KM im Jahr 2020.
Würden jedoch die Renten für alle Rentner um 10 Prozent erhöht, würde das akkumulierte Defizit im Jahr 2017 262.981.006 KM betragen, im nächsten Jahr 351.902.514 KM, im Jahr 2019 würde es auf 454.055.342 KM ansteigen und im Jahr 2020 534.017.652 KM erreichen.
Unabhängig vom erwarteten Einnahmenwachstum im kommenden Zeitraum (Einnahmen aus Beiträgen und Transfers aus dem Haushalt der Föderation BiH) ist also im Falle einer Erhöhung des Auszahlungskoeffizienten um 10 Prozent für alle Rentner realistisch, für die nächsten vier Jahre eine Zunahme des Defizits im Rentensystem der Föderation BiH zu prognostizieren.
Die einzige Möglichkeit zur Finanzierung der fehlenden Einnahmen zur Deckung des prognostizierten Defizits sind Mittel aus dem Haushalt der Föderation BiH.
Im Falle einer Erhöhung nur für die bis zum 31.7.1998 in Rente Gegangenen würden die Transfers aus dem Haushalt von 253.862.257 KM im Jahr 2017 auf 322.842.129 KM im Jahr 2020 ansteigen. Im gleichen Zeitraum würden, wenn die Erhöhung alle Rentner umfassen würde, die Haushaltstransfers von 333.115.820 KM auf 421.242.508 KM steigen.
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