
SARAJEVO, (Patria) - Auf der thematischen Sitzung des Wirtschafts- und Sozialrates für das Gebiet der FBiH, die am Donnerstag in Mostar stattfand, wurde grundsätzlich vereinbart, dass die Regierung der FBiH innerhalb der nächsten fünfzehn Tage eine Verordnung über die Höhe des Mindestlohns in der FBiH erlassen wird, damit die Sozialpartner auf der Sitzung am 2. Dezember ihre Vorschläge unterbreiten können.
Der Präsident des Arbeitgeberverbandes der FBiH, Adnan Smailbegović, sagte nach der Sitzung, dass sie bereits fünf Branchenverträge unterzeichnet hätten, bei denen sie die Mindestlöhne um 25 Prozent erhöht hätten.
– Heute haben wir grundsätzlich vereinbart, dass die föderale Regierung eine Verordnung vorbereiten wird, in der der Lohn gemäß der bestehenden gesetzlichen Regelung, aber auch gemäß der zukünftigen Regelung, die recht wahrscheinlich ist, festgelegt wird, und diese Verordnung erneut an den Wirtschafts- und Sozialrat weiterleiten wird, der seine Vorschläge und Anregungen unterbreiten würde – erklärte Smailbegović und merkte an, dass die endgültige Entscheidung jedoch bei der Regierung liege und die Verordnung seiner Meinung nach nächstes Jahr in Kraft treten sollte.
Seiner Meinung nach befürworten die Arbeitgeber die Option, dass die Mindestlöhne branchenspezifisch festgelegt werden, d. h. dass der Lohn in der Metallindustrie bzw. im Handel unterschiedlich ist.
Der Vertreter der Gewerkschaftsdelegation im Wirtschafts- und Sozialrat, Mevludin Bektić, wiederholte, dass ihr Vorschlag sei, dass der Mindestlohn in der FBiH 70 Prozent des derzeitigen Durchschnittslohns in der FBiH beträgt.
– Derzeit wollen wir nicht, dass der Mindestlohn in der Föderation 406 Mark beträgt. Wir bleiben dabei, dass der Mindestlohn 70 Prozent des Durchschnittslohns beträgt, und das sind 700 Mark netto ohne weitere Lohnzulagen – erklärte Bektić.
Was den Austausch von Registrierkassen betrifft, so ist Smailbegović der Ansicht, dass dies eine unnötige Geldverschwendung sei.
– Es wurde vorgeschlagen, einen runden Tisch zu organisieren und alle interessierten Parteien und Experten einzuladen, um die beste Lösung zur Reduzierung der Schattenwirtschaft und zur Erhöhung der Haushaltsdisziplin zu finden. Wir sind der Meinung, dass eine Softwarelösung die einzig richtige ist, und Sie wählen das Gerät, das Ihnen passt. Das Finanzministerium hat ein anderes Modell vorgeschlagen, nämlich die Beschaffung neuer Kassensysteme, die moderner und besser sind, aber das wird die Wirtschaft rund 75 Millionen Mark kosten, was wir für eine unnötige Geldverschwendung halten – sagt Smailbegović.
Darüber hinaus soll ein runder Tisch zum Thema Besteuerung von Einkünften aus dem Verkauf von Anteilen gemäß dem derzeit geltenden Einkommensteuergesetz organisiert werden.
Auf der Tagesordnung der Sitzung des Wirtschafts- und Sozialrates stand auch der Strompreis für Wirtschaftsunternehmen, wofür die Regierung auf der thematischen Sitzung eine Arbeitsgruppe beauftragt hat, die innerhalb der nächsten sieben Tage einen Vorschlag ausarbeiten wird.
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