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Vlado Azinović, Politikwissenschaftler und Professor an der Fakultät für Politikwissenschaften in Sarajevo, veröffentlichte vor vier Monaten zusammen mit Muhamed Jusić eine Studie mit dem Titel „Der Ruf des Krieges in Syrien und der bosnisch-herzegowinische Kontingent ausländischer Kämpfer“, berichtet die Nachrichtenagentur Patria.
In dieser Studie befassten sich Azinović und Jusić mit der Zahl der Menschen aus dem Balkanraum, die sich für den Islamischen Staat in den Nahen Osten begeben haben, um dort zu kämpfen.
Die Studie ermittelte die individuellen Identitäten von 156 Männern, 36 Frauen und 25 Kindern, Staatsbürger oder mit Wurzeln in Bosnien und Herzegowina, die sich von Ende 2012 bis Ende 2014 in Syrien oder im Irak aufhielten.
Unter ihnen kehrten 48 Männer und 3 Frauen bis Anfang 2015 nach BiH zurück. Bei den Kämpfen in Syrien und im Irak starben mindestens 26 Personen unter den erfassten Identitäten. Von den insgesamt 156 Männern waren fast ein Drittel, nämlich 44, der Polizei und den Gerichten bereits bekannt.
Die höchste Anzahl von Reisen nach Syrien und Rückreisen aus Syrien nach Bosnien und Herzegowina wurde im Jahr 2013 registriert, und die häufigste Art, in dieses Land zu reisen, war mit dem Flugzeug von Sarajevo über Istanbul nach Gaziantep oder Hatay und von dort auf dem Landweg nach Kilis und Azaz bzw. Reyhanli und Bab al-Hawa.
Die Motive für die Abreise sind unterschiedlich, aber es ist anzunehmen, dass die Mehrheit der Freiwilligen in die Kriegsgebiete in Syrien und im Irak reist, weil sie in diesem Unterfangen die Erfüllung einer religiösen Pflicht sehen. Aus einer Reihe von Einzelfällen geht jedoch hervor, dass eine beträchtliche Anzahl anderer Faktoren (wirtschaftliche, soziale, generationenbedingte und andere) solche Abreisen fördert, erleichtert oder beschleunigt.
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