
(Patria) - In Sarajevo ist für heute, Beginn 15:00 Uhr, die 69. Sitzung des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina angesetzt. Auf der Tagesordnung stehen insgesamt 40 Punkte.
Einer der ersten Punkte ist der neue Entwurf des Gesetzes über das Gericht von Bosnien und Herzegowina, dessen Vorschlag vom Justizministerium von Bosnien und Herzegowina stammt.
Der Justizminister von Bosnien und Herzegowina, Davor Bunoza, behauptet, der Entwurf des Gesetzes über das Gericht von Bosnien und Herzegowina sei mit internationalen Standards vereinbar. Er fügt jedoch hinzu, dass der Sitz des Berufungsgerichts weiterhin umstritten sei.
- Ich denke, wir müssen hier einen Kompromiss finden, denn der Sitz des Berufungsgerichts ist im Vergleich zu anderen sehr wichtigen Dingen, die wir im Entwurf des Gesetzes über das Gericht von Bosnien und Herzegowina geregelt haben, weniger wichtig - sagt Bunoza.
Das Ziel sei es, so fügt er hinzu, mit dem neuen Gesetz die Unabhängigkeit des Berufungsgerichts vollständig zu gewährleisten, wobei die Richter vom Obersten Justiz- und Staatsanwaltschaftsrat von Bosnien und Herzegowina gewählt würden und sowohl das erstinstanzliche als auch das zweitinstanzliche Gericht getrennte Gerichtspräsidenten hätten, was derzeit nicht der Fall sei.
Bunoza gab auch an, dass die Zuständigkeiten dieses Gerichts im Einklang mit internationalen Standards präzisiert worden seien.
Der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina sollte heute auch die Information über Überschwemmungen und Erdrutsche in Bosnien und Herzegowina (Zeitraum 4.10. - 16.10. 2024) prüfen, die vom Sicherheitsministerium von Bosnien und Herzegowina vorbereitet wurde.
Ebenso werden die Minister des Bundes die Aufforderung zur Einleitung einer Abstimmung über die Rekonstruktion des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina prüfen, deren Vorschlag vom Abgeordnetenhaus des Parlaments von Bosnien und Herzegowina stammt.
Die vorgeschlagene Tagesordnung umfasst auch den neuen Entwurf des Beschlusses über die Verpflichtung zur Abgabe biometrischer Daten von Ausländern sowie den Entwurf des Beschlusses über den Mindestbetrag der für den Unterhalt eines Ausländers während seines beabsichtigten Aufenthalts in Bosnien und Herzegowina für das Jahr 2025 erforderlichen Mittel, die vom Sicherheitsministerium von Bosnien und Herzegowina vorgeschlagen wurden.
Unter anderem sollte den Ministern die Information über die Teilnahme von Bosnien und Herzegowina am Programm EU4Health für das Jahr 2024 vorgelegt werden, die vom Ministerium für Zivilangelegenheiten von Bosnien und Herzegowina vorbereitet wurde.
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