
(Patria) - Der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina soll am 12. Mai um 11 Uhr eine Sitzung abhalten.
Auf der Tagesordnung stehen 39 Punkte, und im Rahmen des Punktes Arbeitsberichte der Institutionen des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina für das Jahr 2024 sind es sogar 52 Berichte.
Auf der Tagesordnung steht kein einziges vom Ministerrat von Bosnien und Herzegowina vorgeschlagenes Gesetz, und der vorletzte Punkt ist die Information über die Probleme der Transportunternehmen, die vom Ministerium für Kommunikation und Verkehr von Bosnien und Herzegowina vorbereitet wurde. Wir erinnern daran, dass die Transportunternehmen aus ganz Bosnien und Herzegowina am 21. April mit rund 500 Lastwagen eine Runde durch Sarajevo gedreht haben und von den Behörden forderten, sich an der Lösung der Probleme der Transportunternehmen zu beteiligen. Falls die Behörden nichts unternehmen und die Verhaftung und Verfolgung von Fahrern aus Bosnien und Herzegowina in der EU fortgesetzt wird, droht das Konsortium BH Logistik mit einer Blockade des Straßenverkehrs in ganz Bosnien und Herzegowina.
In dieser Woche fand ein Treffen mit dem Minister für Verkehr und Kommunikation, Edin Forto, statt, aber konkrete Fortschritte gibt es noch immer nicht.
Auf der Tagesordnung steht auch die Information über die Schulden des öffentlichen Rundfunkdienstes von Bosnien und Herzegowina gegenüber der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Der BHRT befindet sich seit geraumer Zeit in einer Finanzkrise, und die Schulden gegenüber der EBU wurden nie beglichen. Die Schulden ziehen sich seit 2007 hin und belaufen sich auf 17 Millionen KM. Diese Schulden kann der BHRT nicht allein bezahlen, und nach der Erhöhung des Mindestlohns sind die Kosten des BHRT erheblich gestiegen. Mehr als 500 Mitarbeiter des BHRT, darunter zahlreiche Journalisten, arbeiteten für ein Gehalt unter 1.000 KM. Der BHRT hat jedoch kein Geld für die Erhöhung anderer Gehälter.
Zudem ist das System der Erhebung der Rundfunkgebühr, das über die Konten der JP Elektroprivreda BiH erfolgt, noch immer nicht gelöst, während der RTRS Schulden in Höhe von mehreren zehn Millionen KM gegenüber dem BHRT hat, was auch Gegenstand mehrerer Gerichtsverfahren ist. Das Verfassungsgericht von Bosnien und Herzegowina hat kürzlich eine Entscheidung getroffen, wonach der RTRS die eingezogene Rundfunkgebühr nicht für sich behalten durfte.
Auf der Tagesordnung steht auch der Entwurf des Darlehensabkommens (Projekt für nachhaltige, integrierte und sichere Straßeninfrastruktur) zwischen Bosnien und Herzegowina und der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, mit den Grundlagen für den Abschluss des genannten Abkommens.
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