Europarat zu Rumänien: „Sehr geringe Fortschritte“ bei der Korruptionsprävention

Patria
AutorPatria
14:25
Podijeli:
Europarat zu Rumänien: „Sehr geringe Fortschritte“ bei der Korruptionsprävention

(Patria) – Rumänien hat „sehr geringe Fortschritte“ bei der Korruptionsprävention in der Regierung erzielt, heißt es in Berichten des Europarats, die am Dienstag veröffentlicht wurden.

Die Berichte basieren auf der Analyse der Arbeit der rumänischen Regierung zu den Empfehlungen der GRECO-Gruppe (Group of States Against Corruption), wo festgestellt wurde, dass dieses EU-Mitglied nur etwas mehr als ein Viertel der Empfehlungen befolgt hat.

GRECO bewertete die Einhaltung der Empfehlungen durch Rumänien daher als „insgesamt unbefriedigend“.

Die Berichte wurden etwas mehr als einen Monat veröffentlicht, nachdem Rumäniens mächtigster Politiker Liviu Dragnea wegen Korruptionsvorwürfen im Gefängnis gelandet war.

Im ersten Bericht heißt es, Rumänien habe nur eine der Empfehlungen aus dem Bericht von 2018 umgesetzt, in dem GRECO mehrere Probleme hervorgehoben hatte, wie z. B. Angriffe auf Justizbeamte, einschließlich der Entlassung der Oberstaatsanwältin der Nationalen Antikorruptionsdirektion, schreibt das Portal Euronews.

Im zweiten Bericht, der auf der Bewertung der Korruption in Rumänien basiert, heißt es, dass von dreizehn Empfehlungen nur vier vollständig umgesetzt wurden.

Die Antikorruptionsbehörde des Europarats empfahl eine deutliche Reduzierung der staatlichen Rolle bei der Ernennung von Staatsanwälten und stellte unter anderem fest, dass Rumänien die Lobbyverordnung und strenge Beschränkungen für den Empfang von Geschenken durch Parlamentsmitglieder nicht umgesetzt hat.

Rumänien liegt auf Platz 61 von 180 Ländern im Korruptionsindex von Transparency International.

 

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