
(Patria) - Der Hohe Repräsentant Christian Schmidt erklärte in seiner heutigen Ansprache, dass er eine Entscheidung getroffen habe, mit der alle Zahlungen aus Haushaltsmitteln für die politischen Parteien SNSD und Vereinigte Serbische, an deren Spitze Milorad Dodik und Nenad Stevandić stehen, eingestellt werden.
„Alle Haushaltsmittel, die für SNSD und US auf staatlicher, entitätischer, kantonaler, Gemeindeebene und auf der Ebene des Brčko-Distrikts bestimmt sind, werden eingestellt und auf ein Sonderkonto der Zentralbank umgeleitet. Mit dieser Entscheidung werden die Bemühungen der Institutionen Bosnien und Herzegowinas unterstützt, sich den derzeitigen flagranten Angriffen der von SNSD und US geführten Regierungskoalition der RS auf die grundlegenden Prinzipien des Daytoner Friedensabkommens und die verfassungsrechtliche Ordnung von BiH zu widersetzen.
Die Führungen von SNSD und US stehen an der Spitze dieser anti-daytonischen Aktivitäten. Ihr Handeln steht im Widerspruch zum Daytoner Friedensabkommen und zur Verpflichtung, sich an das Daytoner Abkommen zu halten.
SNSD und US instrumentalisieren kontinuierlich die Institutionen der RS, um die Institutionen von BiH daran zu hindern, ihre Zuständigkeiten und Entscheidungen auf dem gesamten Staatsgebiet wirksam umzusetzen.
Die territoriale Integrität und Souveränität des Staates sind unbestreitbar. Die verfassungsmäßigen Rechte bleiben den Entitäten erhalten, aber diese Rechte beinhalten die Achtung von Dayton und die Achtung der Rechtsstaatlichkeit.
Die Führungen von SNSD und US ermutigen die Institutionen der RS und die Bürger, Straftaten zu begehen. Dies steht im Widerspruch zu den Interessen der Bürger der RS, und Politiker sollten nicht zum Gehorsam zwingen. Den Bürgern wird mit Strafverfolgung gedroht. In BiH brauchen wir keine Festungen. Und diejenigen, die glauben, dass wir sie brauchen, handeln nicht im Interesse der Zukunft dieses Staates.
Jede Missachtung dieser von mir getroffenen Entscheidung unterliegt der strafrechtlichen Verantwortung und kann zu weiteren Maßnahmen führen. Diese Entscheidung tritt sofort in Kraft. Wenn diese Parteien vollständigen Respekt vor dem Daytoner Friedensabkommen zeigen, werde ich diese Entscheidung erneut prüfen. Anti-daytonisches Verhalten hat seine Konsequenzen.
Die internationale Gemeinschaft bleibt der Achtung von Dayton verpflichtet“, sagte Schmidt.
Für den heutigen Nachmittag kündigte er ein Treffen mit dem EUFOR-General Barbu an.
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