
(Patria) - Die Preise für Erdgas in Europa sind zu Beginn des Jahres stark gestiegen und haben aufgrund einer Kältewelle auf dem gesamten Kontinent und der Warnungen von Meteorologen, dass die Temperaturen Ende Januar erneut sinken könnten, den höchsten Stand seit etwa sechs Monaten erreicht.
An der Referenz-Börse TTF in den Niederlanden kostete ein Megawattstunde Gas mit Lieferung im Februar gestern Mittag 36,63 Euro und war damit 10,5 Prozent teurer als bei Handelsschluss vor zwei Tagen.
Damit erreichte der Preis gestern den höchsten Stand seit Ende Juli letzten Jahres.
In der vergangenen Woche schloss der Gaspreis an der TTF bei 29 Euro pro Megawattstunde, was bedeutet, dass er allein in dieser Woche um etwas mehr als 26 Prozent gestiegen ist, so stark wie seit Herbst 2023 nicht mehr.
Aufgrund der Kältewelle sind die europäischen Speicher nur zur Hälfte gefüllt, während sie zu dieser Jahreszeit im Durchschnitt zu 67 Prozent gefüllt waren.
Meteorologen kündigen an, dass die Temperaturen Ende des Monats erneut sinken werden, was die Vorräte weiter reduzieren könnte.
Auch die Spannungen im Iran, einem wichtigen Gaslieferanten für die Türkei, haben die Preise beeinflusst.
Befürchtungen der Händler vor Lieferunterbrechungen wurden durch die Drohungen der US-Regierung verstärkt, iranischen Handelspartnern Zölle von 25 Prozent aufzuerlegen.
Die Marktentwicklungen spiegeln auch die stärkere Nachfrage in China, dem weltweit größten Käufer von Flüssigerdgas, wider, merkt die Agentur dpa an.
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