
(Patria) - Das kroatische Verfassungsgericht wird sich am Montag zur Ankündigung der Kandidatur von Präsident Zoran Milanović auf der Wahlliste der SDP bei den bevorstehenden Parlamentswahlen äußern.
Der Präsident des Verfassungsgerichts hat für Montag um 11 Uhr eine Fachexpertenbesprechung der Richter und danach eine Gerichtssitzung einberufen, auf deren Tagesordnung der Punkt „Überwachung der verfassungsmäßigen und gesetzlichen Ordnung der Wahlen im Zusammenhang mit der Erklärung des Präsidenten der Republik Kroatien, Zoran Milanović, dass er bei den vom Präsidenten der Republik am 15. März 2024 ausgerufenen Wahlen für Abgeordnete in das kroatische Parlament kandidieren wird“ steht, heißt es in einer Mitteilung des Verfassungsgerichts.
Der Vorsitzende der SDP, Peđa Grbin, forderte heute auf einer Sitzung des Hauptausschusses das Verfassungsgericht auf, so bald wie möglich zu entscheiden, ob „etwas, das in keinem Artikel der Verfassung und des Gesetzes verboten ist“, zulässig ist, und betonte, dass er die Entscheidung des Gerichts, wie auch immer sie ausfallen möge, respektieren werde.
Verfassungsrechtsexperten streiten sich in der Öffentlichkeit darüber, ob Milanović vor seiner Kandidatur zurücktreten muss oder ob er im Amt des Präsidenten ins Rennen um die Wahl einsteigen kann.
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