Büro Komšić: Unprofessionelle Berichterstattung von HINA und SRNA trägt nicht zur Auseinandersetzung mit dem Völkermord bei

Patria
AutorPatria
13:00
Podijeli:
Büro Komšić: Unprofessionelle Berichterstattung von HINA und SRNA trägt nicht zur Auseinandersetzung mit dem Völkermord bei

(Patria) - Das Büro des Mitglieds des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina aus den Reihen des kroatischen Volkes, Željko Komšić, möchte die Öffentlichkeit hiermit über die unrichtigen und selektiven Behauptungen der Kroatischen Nachrichtenagentur (HINA) und der Nachrichtenagentur der Republika Srpska (SRNA) im Zusammenhang mit der Mitteilung aus dem Büro des Mitglieds des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina aus den Reihen des kroatischen Volkes unter dem Titel: "Vorsitzender des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina Željko Komšić traf sich in New York mit Adam Dieng, dem Sonderberater des UN-Generalsekretärs für die Prävention von Völkermord" informieren.

Bei der Information über das genannte Treffen hat die Kroatische Nachrichtenagentur (HINA) die Öffentlichkeit desinformiert, indem sie eine Schlagzeile mit folgendem Inhalt verbreitete: "Komšić erklärte vor einem UN-Beamten, dass Kroatien den im Unabhängigen Staat Kroatien (NDH) begangenen Völkermord leugnet".

Bei Einsichtnahme in die Mitteilung aus dem Büro des Mitglieds des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina aus den Reihen des kroatischen Volkes ist klar ersichtlich, dass HINA die Öffentlichkeit desinformiert hat.

In der Mitteilung steht explizit Folgendes:  

"Der Vorsitzende Komšić hob die absurde Tatsache hervor, dass in der Entität RS bis heute mit erstaunlicher Beharrlichkeit der Völkermord an den Bosniaken in Srebrenica und der Region Podrinje institutionell geleugnet wird, aber auch, dass vor allem im benachbarten Kroatien durch öffentliches und politisches Handeln Einzelner das Verbrechen des Völkermords an Serben, Roma und Juden im Zweiten Weltkrieg im Rahmen des kollaborationistischen Gebildes NDH geleugnet wird."

Völlig unrichtig und unprofessionell ist die Schlagzeile von HINA, in der die Behauptung aufgestellt wird, der Vorsitzende des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Željko Komšić, habe erklärt, dass Kroatien den im NDH begangenen Völkermord leugnet. 

In der Mitteilung steht, dass: "im benachbarten Kroatien durch öffentliches und politisches Handeln Einzelner das Verbrechen des Völkermords an Serben, Roma und Juden im Zweiten Weltkrieg im Rahmen des kollaborationistischen Gebildes NDH geleugnet wird".

Einem professionellen und verantwortungsbewussten Journalisten und Redakteur muss nicht eigens erklärt werden, dass das öffentliche und politische Handeln Einzelner nicht die Haltung und das Verhältnis des Staates Kroatien zu der genannten Frage repräsentiert, wie HINA dies suggeriert. Folglich kann die oben genannte Einschätzung von Präsident Komšić nicht mit der Haltung des Staates Republik Kroatien gegenüber dem Völkermord an Serben, Roma und Juden während der NDH in Verbindung gebracht werden, da in der Mitteilung explizit betont wird, dass "Einzelne (die nicht der Staat sind) das Verbrechen des Völkermords an Serben, Roma und Juden im Zweiten Weltkrieg im Rahmen des kollaborationistischen Gebildes NDH leugnen".

Daher ist die Schlagzeile von HINA unprofessionell und sensationslüstern.

Die Nachrichtenagentur der Republika Srpska (SRNA) hat bei der Information über dieselbe Mitteilung in ihrem Beitrag unter dem Titel: "Komšić: Inakzeptable Leugnung des Völkermords" aus professionell unerklärlichen Gründen den folgenden Teil der Mitteilung vollständig ausgelassen:  "aber auch, dass vor allem im benachbarten Kroatien durch öffentliches und politisches Handeln Einzelner das Verbrechen des Völkermords an Serben, Roma und Juden im Zweiten Weltkrieg im Rahmen des kollaborationistischen Gebildes NDH geleugnet wird", Ende des Zitats.

SRNA informiert die Öffentlichkeit in ihrem Beitrag selektiv, indem sie Folgendes hervorhebt:

In der Mitteilung aus dem Staatspräsidium von Bosnien und Herzegowina wird angeführt, dass Komšić während des Treffens in New York gesagt habe, dass in der Republika Srpska "der Völkermord an den Bosniaken in Srebrenica und der Region Podrinje institutionell geleugnet wird", Ende des Zitats. 

Das Büro des Mitglieds des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina aus den Reihen des kroatischen Volkes ist der Ansicht, dass SRNA die Mitteilung aus professionell unerklärlichen, aber politisch erklärlichen Gründen selektiv übermittelt hat. Aus denselben unprofessionellen Gründen, wie es auch HINA getan hat.

Im Unterschied zu einigen anderen Büros hat das Büro des Mitglieds des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina aus den Reihen des kroatischen Volkes nicht die Praxis, Aussagen von Präsident Komšić zu dementieren. Das tun wir auch mit dieser Mitteilung nicht. Wir möchten lediglich hervorheben, dass unprofessioneller, sensationslüsterner und politisch gefärbter Journalismus nicht zur Auseinandersetzung mit dem Völkermord und den Folgen des Völkermords beiträgt.

In diesem Sinne lädt das Büro des Mitglieds des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina aus den Reihen des kroatischen Volkes die Kroatische Nachrichtenagentur und die Nachrichtenagentur der Republika Srpska ein, am UN-Projekt zur Prävention von Völkermord teilzunehmen und ihre professionelle Glaubwürdigkeit wiederherzustellen, da die Rolle der Medien in diesem Prozess sehr bedeutend ist.

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