Haft für Marko Šljivić aufgehoben, der bei einem Verkehrsunfall den Tod von drei Personen verursacht hat – plant er eine Flucht nach Kroatien?

Patria
AutorPatria
17:52
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Haft für Marko Šljivić aufgehoben, der bei einem Verkehrsunfall den Tod von drei Personen verursacht hat – plant er eine Flucht nach Kroatien?

(Patria) - Entscheidend über den Antrag der Staatsanwaltschaft HNK Mostar im Fall Marko Šljivić hat das Kantonsgericht in Mostar am 27.06.2025 eine Entscheidung erlassen, mit der der Antrag der Staatsanwaltschaft HNK Mostar auf Verlängerung der Untersuchungshaft des Verdächtigen Marko Šljivić abgelehnt wurde.

Die Untersuchungshaft gegen Šljivić wurde aufgehoben und Maßnahmen der vorläufigen Entziehung des Führerscheins der Klasse B sowie eine Anordnung erlassen, dass sich der Verdächtige Marko Šljivić jeden Montag im Monat bis 10:00 Uhr bei der Polizeidienststelle Čapljina zu melden hat.
Die Verbotsmaßnahmen dauern an, solange dafür ein Bedarf besteht, längstens bis zur Rechtskraft des Urteils, falls der Verdächtige nicht zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wird, und spätestens bis zur Einweisung zum Strafantritt, falls eine Freiheitsstrafe verhängt wird, gemäß Artikel 140.b des Strafprozessgesetzes der Föderation Bosnien und Herzegowina.

Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, die Straftat schwerer Straftaten gegen die Sicherheit des öffentlichen Verkehrs gemäß Art. 336 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 1 desselben Artikels, in Verbindung mit der Straftat der Gefährdung des öffentlichen Verkehrs gemäß Art. 332 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 1 des Strafgesetzbuches der Föderation Bosnien und Herzegowina begangen zu haben, teilte das Kantonsgericht in Mostar mit.

Sein Vater ist Pavo Šljivić, der 2015 Kabinettschef des damaligen Präsidenten der Föderation Bosnien und Herzegowina, Marinko Čavara, war, Mitglied des Ausschusses für Veteranen und Verbände aus dem Heimatkrieg der HVO Herceg Bosna, des Präsidiums der HDZ BiH, und zudem bekannt als Koordinator der Gedenkfeiern für Verbrechen an Kroaten in der Gemeinde Kakanj.

Nun stellt sich die Frage, ob und wie lange Šljivić den Strafverfolgungsbehörden in BiH noch zur Verfügung stehen wird oder ob er, wie viele andere, nach Kroatien fliehen wird, da ihm seine Dokumente und Pässe nicht abgenommen wurden.

Wir erinnern daran, dass bei dem schweren Verkehrsunfall, der sich auf der Straße Žitomislići - Počitelj ereignete, drei Personen ums Leben kamen, und zwar zwei Angehörige der Streitkräfte Bosnien und Herzegowinas, Enis Kurtović und Almin Crnalić, sowie die junge Frau Dalila Žugor.

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