
(Patria) - Tatsache ist, dass unser Land seit dem Krieg bis heute permanent sehr schwere Prüfungen durchläuft, Prüfungen, die uns zumindest als Wegweiser dienen sollten, wie wir einige der Kernprobleme lösen sollten.
Auch das vergangene Jahr hat die ganze Inkonsistenz und die niederschmetternden Ergebnisse im Kampf gegen die Täter von Kriegsverbrechen gezeigt. Die Justiz in Bosnien und Herzegowina hat nicht die erwarteten Ergebnisse geliefert.
Der Verein der Opfer und Zeugen des Völkermords hat auch in diesem Jahr, wie in den Vorjahren, auf frappierende Fakten hingewiesen:
1. Die Strategie zur Strafverfolgung von Kriegsverbrechen ist gescheitert.
2. Die meisten Kriegsverbrecher haben Zuflucht in Nachbarländern gefunden.
3. Angriffe auf Rückkehrer gehen weiter, ohne dass jemand dafür zur Rechenschaft gezogen wird.
4. Verurteilte Kriegsverbrecher aus dem Haager Tribunal kehren als Helden zurück.
5. Das Gesetz zum Verbot der Leugnung des Völkermords ist ein totes Gesetz.
6. Eine Strafakte für Urteile des Haager Tribunals existiert in Bosnien und Herzegowina nicht.
7. Opfer und Zeugen sind ständigem Druck von Angeklagten, deren Freunden und manchmal auch den Anwaltsteams selbst ausgesetzt.
8. Der Staat hat nichts unternommen, um die Opfer zu schützen.
9. Opfer von Kriegsverbrechen sind die einzige Kategorie, die aus dem Krieg hervorgegangen ist, ohne jegliche gesetzliche Regelung, die ihnen Würde garantieren würde. Ihre Rechte (als Opfer) können Sie nur dann wahrnehmen, wenn Sie der herrschenden Politik nahestehen.
"Dies sind nur einige der Kernprobleme, mit denen wir konfrontiert sind und auf die wir hinweisen. Trotz der Tatsache, dass Opfer und Zeugen in einer niederschmetternden Lage sind, gelingt es uns dank einzelner Beamter und insbesondere der Medien, über die unsere Appelle und Aktivitäten an die Öffentlichkeit gelangen, die Öffentlichkeit über die von uns durchgeführten Aktivitäten zu informieren", heißt es in der Mitteilung.
Und weiter: "Das Jahr ist vergangen, Opfer und Zeugen haben nicht die Befriedigung erhalten, die sie verdienen, aber wir haben auch nicht aufgegeben, wie schon oft zuvor. Wir setzen unseren Kampf im Jahr 2024 mit Fokus auf den internationalen Faktor in Bosnien und Herzegowina fort".
Wir wünschen allen ein erfolgreiches neues Jahr 2024, so die Botschaft des Vereins der Opfer und Zeugen des Völkermords.
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