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Das heutige Urteil des Haager Tribunals, mit dem Vojislav Šešelj für einen freien Mann erklärt wurde, ist eine logische Fortsetzung des gerichtlich-politischen Plans, mit dem auf jede erdenkliche Weise versucht wird, die Verantwortung Serbiens für die Aggression gegen den unabhängigen und souveränen Staat Bosnien und Herzegowina zu vermeiden, heißt es in einer Mitteilung des Vereins Freunde von Bosnien und Herzegowina, wie die Nachrichtenagentur Patria berichtet.
Die Richterbank hat den Plan zur Schaffung eines Großserbien, der ethnische Säuberungen, die Vernichtung von Nicht-Serben, systematische Vergewaltigungen, Tötungen umfasste, anstatt beim richtigen Namen „verbrecherisch und kriminell“ als politischen Plan bezeichnet. Šešelj wurde nach neun Jahren Prozess von den Richtern lediglich als Schreihals und Motivator gesehen, nicht aber als Schuldiger für Verbrechen sowohl in Kroatien als auch in Bosnien und Herzegowina.
Leider wird ein solches Urteil des Haager Tribunals die Anhänger von Šešeljs Politik sowie den Nationalismus im benachbarten Serbien nur weiter stärken, was sich unweigerlich auf das Territorium Bosnien und Herzegowinas auswirken wird. „Motivatoren“ wie der Tschetnik-Wojwode Šešelj werden nun durch dieses Urteil ermutigt, das für sie eine Botschaft ist, dass Aufrufe zum Töten ungestraft bleiben können, heißt es in der Mitteilung des Vereins Freunde von Bosnien und Herzegowina.
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