
(Patria) - Im Kultur- und Informationszentrum in Zagreb wurde die Ausstellung „Mrtvare“ des bosnischen Fotografen Armin Durgut anlässlich des 30. Jahrestages des Völkermords in Srebrenica feierlich eröffnet.
Die Ausstellung wurde von der Botschaft von Bosnien und Herzegowina in Kroatien in Zusammenarbeit mit dem Gedenkzentrum Srebrenica und dem Föderalen Ministerium für Vertriebene und Flüchtlinge organisiert.
Die Ausstellung stellt ein starkes künstlerisches Zeugnis des Völkermords an den Bosniaken von Srebrenica und Podrinje dar, durch Symbolik und Stille, die mehr als Worte sagt.
An der Eröffnung nahmen die Botschafterin von Bosnien und Herzegowina in Kroatien, Elma Kovačević-Bajtal, der Direktor des Gedenkzentrums Srebrenica, Emir Suljagić, der Präsident des Mešihata der Islamischen Gemeinschaft in Kroatien, Akademiemitglied Aziz ef. Hasanović, sowie der Vertreter der kroatischen Regierung, Zvonimir Frka-Petešić, teil.
Bei dieser Gelegenheit kündigte Botschafterin Kovačević-Bajtal die Ausgabe der ersten Sonderbriefmarke zu Srebrenica durch die Kroatische Post an, die am 5. Juni 2025 in Umlauf gebracht wird.
Die Marke trägt das Motiv der Zahl 8372 auf schwarzem Hintergrund – zum Gedenken an die Opfer des Völkermords.
- Diese Marke ist ein starker Akt des Widerstands gegen die Leugnung und ein wichtiges Symbol der Gedenkgerechtigkeit. Danke an Kroatien, dass es die Bedeutung dieser Initiative anerkannt hat – erklärte Botschafterin Kovačević-Bajtal, mit besonderem Dank an Premierminister Andrej Plenković und die Kroatische Post.
Suljagić betonte, dass die Wahrheit über den Völkermord die Grundlage der Erinnerungskultur bildet, und appellierte an die internationale Gemeinschaft, ein Verbündeter bei der Bewahrung dieser Wahrheit zu sein.
- Unser Auftrag ist es, unsere Geschichte zu erzählen – über Grenzen hinweg, zu den Menschen – sagte Suljagić.
Mufti Hasanović erinnerte daran, dass das Vergessen des Völkermords ein neuer Völkermord ist, und fügte hinzu, dass uns nur die Erinnerungskultur zur Wahrheit und die Wahrheit zur Freiheit führen kann.
Am Programm nahm das Quartett Zagrebačka filharmonija teil, und am selben Tag wurde der Dokumentarfilm „Samir Mehić BOWIE – Briefe aus Srebrenica“ gezeigt, der die Geschichte von Freundschaft, Musik und Krieg thematisiert.
Die Ausstellung „Mrtvare“ und die Ausgabe der Sonderbriefmarke stellen einen tiefen Akt des Gedenkens und des Engagements für Wahrheit, Gerechtigkeit und gegenseitiges Verständnis dar – damit sich die Tragödie von Srebrenica niemals und nirgendwo wiederholt.
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