Im Europarat unterstützte man Kovačević, die bosnische Delegation unter Magazinović und Ćudić blieb stumm

Patria
AutorPatria
14:12
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Im Europarat unterstützte man Kovačević, die bosnische Delegation unter Magazinović und Ćudić blieb stumm

(Patria) - Während der gestrigen Diskussion im Europarat, die sich auf den Bericht über Bosnien und Herzegowina bezog, wurde unter anderem die Notwendigkeit betont, die gleichberechtigte politische Teilhabe aller Bürger im politischen System Bosnien und Herzegowinas zu gewährleisten. Darauf machte der Abgeordnete George Loucaides aufmerksam, der sich auf die Begründung des Urteils im Fall Kovačević berief.

George Loucaides sprach seine volle Unterstützung für ein multiethnisches Bosnien und Herzegowina aus. Er betonte die Notwendigkeit der Achtung der Verfassung und der territorialen Integrität Bosnien und Herzegowinas. Er forderte die vollständige Umsetzung der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und wies darauf hin, dass das Urteil Kovačević wichtige Leitlinien für die Beendigung der systemischen Diskriminierung und die Gewährleistung der gleichberechtigten politischen Teilhabe aller Bürger, einschließlich derer, die sich als „Andere“ bezeichnen, liefere.

Er kritisierte die anhaltende politische Blockade durch Mechanismen der Machtteilung und warnte, dass das Büro des Hohen Repräsentanten (OHR) kein dauerhafter Ersatz für die heimischen Institutionen werden dürfe und dass seine Schließung nur durch Verfassungsreformen möglich sei.

Zudem betonte er die Bedeutung der Lösung der Frage des Staatsvermögens und des Schutzes öffentlicher Güter vor Korruption.

Slaven Kovačević kommentierte für die Agentur Patria die genannten Standpunkte des Abgeordneten aus dem Europarat.

Slaven Kovačević

„Ich bin dem Abgeordneten George Loucaides dankbar, dass er in seiner Rede etwas gesagt hat, was auch ich selbst sage, nämlich dass die Begründung des Urteils ‚Kovačević‘, die nicht vor der Großen Kammer verhandelt wurde, wichtige Leitlinien für die Beendigung der systemischen Diskriminierung in Bosnien und Herzegowina mit dem Ziel der gleichberechtigten politischen Teilhabe aller Bürger Bosnien und Herzegowinas darstellt“, sagte Kovačević.

„Er hob besonders hervor, dass die Anwendung des ethnischen Vetos seinen Sinn verliert, weil es keine kollektiven Rechte schützt, sondern im Gegenteil als Werkzeug für eine permanente Blockade des Gesetzgebungsprozesses genutzt wird. Solche Leitlinien sollten als Richtschnur für eine eventuelle Reform der Verfassung und des Wahlrechts in Bosnien und Herzegowina dienen, und zwar ausschließlich im Einklang mit europäischen Standards. Einen ähnlichen Vortrag hielt auch die Abgeordnete aus Großbritannien, Alicia Kearns, die über die Notwendigkeit sprach, von einer ethnischen zu einer bürgerlich orientierten Struktur Bosnien und Herzegowinas überzugehen. Leider habe ich nicht bemerkt, dass dies auch die Abgeordneten aus Bosnien und Herzegowina erkannt und genutzt hätten, was ich als enttäuschend empfinde“, sagte Kovačević.

Bosnien und Herzegowina wurde im Europarat nämlich von einer Delegation vertreten, die von Saša Magazinović angeführt wurde, zusammen mit Sabina Ćudić, Darjana Filipović und anderen Mitgliedern. Unsere Delegation blieb jedoch völlig stumm und ohne Kommentar zu diesen Empfehlungen.

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