
(Patria) - Anlässlich des 30. Jahrestages des Völkermords an den Bosniaken in Srebrenica wurde im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York die Ausstellung „Erbe der Hoffnung nach dem Völkermord in Srebrenica: Die Reise einer neuen Generation“ eröffnet. Die Ausstellung wurde gemeinsam vom Memorijalzentrum Srebrenica und der Ständigen Mission von Bosnien und Herzegowina bei den Vereinten Nationen mit Unterstützung der Vereinten Nationen organisiert.
Die Ausstellung präsentiert acht eindringliche persönliche Geschichten von Menschen, die den Völkermord überlebt haben oder danach geboren wurden – durch Videozeugnisse und Tafeln mit Fotos, Zitaten und QR-Codes, die zu ergreifenden Berichten führen. Das zentrale visuelle Element der Ausstellung ist die monumentale Fotografie „Mutter von Srebrenica“ von Almin Zrno, ein Symbol für alle Mütter, die trotz unvorstellbaren Verlusts Würde statt Hass wählten. An der Eröffnung nahmen hochrangige Beamte teil, darunter das Mitglied des bosnisch-herzegowinischen Präsidiums Denis Bećirović, der Außenminister von Bosnien und Herzegowina Elmedin Konaković, Botschafter Zlatko Lagumdžija sowie Vertreter des diplomatischen Korps und der internationalen Gemeinschaft.
In ihrer Rede sagte Amra Begić, stellvertretende Direktorin des Memorijalzentrums Srebrenica: „Diese Ausstellung handelt nicht nur von dem, was war. Sie handelt von dem, was danach kam – und von dem, was noch andauert.“ Sie betonte, dass die Stärke der Geschichten gerade in der Würde und Widerstandsfähigkeit derer liegt, die sie erzählen: „Die Mütter von Srebrenica haben alles verloren. Aber sie haben keinen Hass gewählt. Sie haben Menschlichkeit gewählt.“
Amra Begić sprach dem gesamten Team des Memorijalzentrums Srebrenica, das die Ausstellung vorbereitet hat, besonderen Dank aus: Redžep Ustić, Ahmedin Đozić, Samra Halilović und Azra Kadić, unter der Leitung von Hasan Hasanović, der sich seit Jahren unermüdlich für die Bewahrung der Erinnerungskultur und die Weitergabe der Wahrheit an neue Generationen einsetzt.
Sie dankte auch den Mitgliedern der Ständigen Mission von BiH bei den Vereinten Nationen, darunter Botschafter Zlatko Lagumdžija, Dr. Šejla Đurbuzović, Naida Rezak und dem gesamten Team der Mission, die, wie sie sagte, „enorme Anstrengungen, Professionalität und Menschlichkeit investiert haben, damit diese Ausstellung an einem Ort stattfinden konnte, der globale Verantwortung symbolisiert.“
„Der Völkermord beginnt nicht mit Kugeln. Er beginnt mit Schweigen, Leugnung und dem Wegschauen“, schloss Begić und rief zum Gedenken, zur Wahrheit und zur Gerechtigkeit als Grundlagen für den Aufbau eines dauerhaften Friedens auf. Bei der Eröffnung sprachen Zlatko Lagumdžija, Kada Hotić, Elmedin Konaković und Denis Bećirović.
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