Am Montag erste Anhörung im Fall des Judoverbandes von Bosnien und Herzegowina

Patria
AutorPatria
17:24
Podijeli:
Am Montag erste Anhörung im Fall des Judoverbandes von Bosnien und Herzegowina

Vor dem Gemeindegericht in Sarajevo findet am Montag die erste Anhörung im Fall des Judoka M. H. (14), seines Trainers Karim Hebib und des Judoverbandes von Bosnien und Herzegowina statt, berichtet NAP.

M. H., Mitglied der erfolgreichen Judo-Sportorganisation ON 1, ist mehrfacher Staatsmeister von Bosnien und Herzegowina in den Kategorien U16 und U18.

Bei einem nationalen Wettkampf in Bihać im April dieses Jahres fiel er nach einem Sieg in die Sudschud (betete zu Gott) und fuhr mit dem Zeigefinger über seinen Hals. Es handelt sich um einen üblichen sportlichen Gruß in Kampfsportarten.

Die Führungskräfte des Judoverbandes von Bosnien und Herzegowina sehen dies jedoch anders. Sie bewerteten die Handlungen des jungen Hebib als Provokation, woraufhin die Disziplinarkommission des Verbandes M. H. für das nächste Jahr von Wettkämpfen ausschloss und seinem Vater und Trainer ein zweijähriges Trainingsverbot erteilte.

Nach einer Beschwerde, die Karim Hebib an den Judoverband von Bosnien und Herzegowina richtete, verschärfte der Verband die Strafe noch weiter, sodass das Trainingsverbot für Karim von zwei auf drei Jahre erhöht wurde. Für den Trainer, aber auch für den Wettkämpfer bedeutet dies einen großen Rückschritt in der Karriere und wahrscheinlich auch das Ende der Profikarriere.

Gut informierte Quellen aus dem Judoverband von Bosnien und Herzegowina erklären gegenüber Patria, dass sich in den Fall M. H. die Politik eingemischt habe. Hinter der Disziplinarmaßnahme stehe eine kleine, aber einflussreiche Gruppe von Menschen im Verband. Dieselbe Quelle behauptet, dass ihnen der Erfolg der Sportorganisation ON 1 ein Dorn im Auge sei. Die jungen, ambitionierten Judoka störten ihre persönlichen Pläne. ON 1 ist eine junge Sportorganisation, die allein in den letzten Jahren mehrere nationale und internationale Medaillen in den jüngeren Altersklassen gewonnen hat. Bosnien und Herzegowina hat zum ersten Mal die Chance, dass Judo zu einem Massensport wird.

- Wir vertrauen auf die Justizbehörden von Bosnien und Herzegowina. Deshalb haben wir als Legalisten auch Hilfe beim Gericht gesucht – teilte die Organisation ON 1 mit, berichtet Patria.

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