
(Patria) - Das Außenministerium von Bosnien und Herzegowina war heute Gastgeber eines Treffens mit dem Titel „Strategische Konsultationen zum Friedensaufbau in Bosnien und Herzegowina“, das gemeinsam vom Außenminister von Bosnien und Herzegowina, Elmedin Konaković, und der residierenden UN-Koordinatorin in Bosnien und Herzegowina, Arnhild Spence, geleitet wurde.
An dem Treffen nahmen Vertreter der Institutionen Bosnien und Herzegowinas, der Agenturen der Vereinten Nationen sowie der in unserem Land akkreditierten diplomatischen Missionen teil.
In seiner Ansprache an die Teilnehmer sagte Konaković, dass dieses Konsultationstreffen eine wichtige Plattform für die Bewertung der bisherigen Fortschritte, die Identifizierung neuer Herausforderungen und die gemeinsame Planung weiterer Schritte im Bereich des Friedensaufbaus darstelle.
Er erinnerte daran, dass Bosnien und Herzegowina als förderfähig für den Friedensaufbaufonds (PBF) des Generalsekretärs der Vereinten Nationen erklärt wurde, was 2023 die Unterzeichnung des Projektdokuments zwischen der UNO und Bosnien und Herzegowina ermöglichte, woraufhin 2024 der Lenkungsausschuss für den Friedensaufbau eingerichtet wurde.
Er bewertete, dass der Friedensaufbaufonds von außerordentlicher Bedeutung für alle Bürger Bosnien und Herzegowinas sei, da er einen langfristigen und inklusiven Ansatz für den Friedensaufbau, die Versöhnung und den sozialen Zusammenhalt biete.
Er betonte, dass erwartet werde, dass der Fonds Initiativen unterstütze, die das Vertrauen zwischen den Gemeinschaften stärken und neue Möglichkeiten für eine stabile und nachhaltige Entwicklung eröffnen.
Mit Blick auf die Rolle der internationalen Gemeinschaft hob Konaković die hohe Wertschätzung für die ständige Unterstützung von Gerechtigkeit, Rechenschaftspflicht und der Verhütung schwerster Verbrechen hervor.
In diesem Zusammenhang hob er die Resolution der UN-Generalversammlung hervor, mit der der 11. Juli zum Internationalen Tag des Gedenkens an den Völkermord von Srebrenica erklärt wurde, und bewertete sie als historisch wichtig und entscheidend für die Pflege einer Erinnerungskultur und den Aufbau eines dauerhaften Friedens.
Er wies auch auf die Bedeutung der Förderung von Dialog und Inklusivität hin sowie auf die Bereitschaft Bosnien und Herzegowinas, seine Erfahrungen im Bereich des Friedensaufbaus, der Übergangsjustiz und des Wiederaufbaus nach Konflikten mit anderen Gesellschaften zu teilen, die ähnliche Prozesse durchlaufen.
Er erinnerte daran, dass sich unter den 14 Schlüsselprioritäten, die die Europäische Kommission in ihrer Stellungnahme zum Antrag Bosnien und Herzegowinas auf EU-Mitgliedschaft genannt hat, auch die Versöhnung und die Auseinandersetzung mit dem Erbe der Vergangenheit befinden.
Mit Blick auf den strategischen Kontext betonte der Minister, dass Bosnien und Herzegowina weiterhin voll und ganz dem Aufbau eines dauerhaften und nachhaltigen Friedens sowie der Umsetzung der transformativen Reformen verpflichtet sei, die auf dem europäischen Weg unseres Landes notwendig seien.
Er unterstrich insbesondere das Engagement unseres Landes für die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit, den Schutz der Rechte und der Würde der Opfer sowie den Ausbau von Institutionen, die europäische Werte widerspiegeln.
Er führte auch an, dass die Projekte des Friedensaufbaufonds wertvolle technische Unterstützung, unparteiische Koordination und Methoden bereitgestellt hätten, die das Vertrauen zwischen den Akteuren in der Gesellschaft stärken.
Zum Abschluss seiner Rede schloss Minister Konaković, dass die heutigen Konsultationen das gemeinsame Engagement für die Stärkung von Frieden, Vertrauen und Stabilität in Bosnien und Herzegowina bestätigt hätten.
Die Teilnehmer des Treffens bewerteten gemeinsam, dass das Konsultationstreffen des Friedensaufbaufonds in Bosnien und Herzegowina eine Schlüsselplattform für die Abstimmung der Prioritäten des Friedensaufbaus zwischen den Vereinten Nationen, den nationalen Institutionen, der Zivilgesellschaft und den internationalen Partnern darstellt.
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