
(Patria) - In Organisation des Gedenkzentrums Srebrenica und der Vereinigungen von Müttern und Frauen aus Srebrenica und Bratunac, in Anwesenheit mehrerer hundert überlebender Zeugen des Völkermords, wurde symbolisch um 11:55 Uhr der Internationale Tag der Vermissten begangen.
Anwesende sprach Hamdija Fejzić, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Gedenkzentrums, an, der daran erinnerte, dass die überlebenden Zeugen des Völkermords auch nach 28 Jahren noch nach mehr als 1000 ihrer Liebsten suchen und dass sie jedes Jahr an diesem Datum dieselbe Frage stellen: „Wo sind sie?“ und dass sie keine Antwort auf diese Frage erhalten.
Fejzić erinnerte daran, dass diejenigen, die wissen, wo sich unentdeckte Massengräber befinden, schweigen und, wie im letzten Jahr, die Institutionen der Republika Srpska, aber auch Einzelpersonen, aufforderte, diese Informationen preiszugeben.
Er fügte hinzu, dass die überlebenden Zeugen zusammen mit den Müttern in ihrem Kampf und Bemühen, das letzte Opfer des Völkermords zu finden und zu bestatten, nicht aufhören werden.
Vertreterinnen von vier Vereinigungen von Müttern und Frauen aus Srebrenica und Bratunac nahmen auch in diesem Jahr an der Gedenkveranstaltung teil und erinnerten daran, wie wichtig es ist, dass jedes Opfer identifiziert wird, unabhängig von seiner religiösen und nationalen Zugehörigkeit, denn es ist das Recht jedes Menschen, einen Grabstein zu erhalten, auf dem sein Name und Nachname steht.
Kada Hotić sprach im Namen der Vereinigung „Bewegung der Mütter der Enklaven Srebrenica und Žepa“ zu den Anwesenden. Sie erinnerte daran, dass wir, während wir uns an unsere Opfer, unsere Vermissten erinnern, die Verpflichtung haben, uns an all jene zu erinnern, die auch heute noch als vermisst gelten, wo auch immer sie sich auf der Welt befinden. Sie fügte hinzu, dass wir in diesem Kampf konsequent bleiben müssen, damit jede Person ihren Grabstein, ihren Namen und Nachnamen darauf und eine würdige Bestattung erhält, denn das ist alles, was bleibt.
Nach der Ansprachen sprachen die Anwesenden Yasin zum Gedenken an die im Völkermord Getöteten und beendeten die Gedenkveranstaltung mit einem Besuch der Ausstellungen des Gedenkzentrums, wo sie einige der Gegenstände sehen konnten, die sie dem Gedenkzentrum Srebrenica zur dauerhaften Aufbewahrung anvertraut hatten.
Es sei daran erinnert, dass heute in unserem Land noch 7.607 Personen als vermisst gelten und dass ihre sterblichen Überreste auch 28 Jahre nach Kriegsende weder gefunden noch identifiziert wurden.
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