Im Kanton Sarajevo erhöhte bodennahe Ozonkonzentration, meiden Sie längere Aufenthalte im Freien und in der Nähe von Straßen

Patria
AutorPatria
17:18
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Im Kanton Sarajevo erhöhte bodennahe Ozonkonzentration, meiden Sie längere Aufenthalte im Freien und in der Nähe von Straßen

(Patria) - Im Kanton Sarajevo setzt sich die Periode erhöhter bodennaher Ozonkonzentrationen (O3) fort, was die Luftqualität erheblich beeinträchtigt. Bodennah Ozon ist ein schädliches Gas, das durch photochemische Reaktionen aus Stickoxiden (NOX) und flüchtigen organischen Verbindungen entsteht, wobei Hauptquellen Kraftfahrzeuge und Industrie sind. Seine hohen Konzentrationen sind besonders während warmer und sonniger Tage ausgeprägt, und das Problem besteht auch in der Region.

Obwohl Ozon in der Stratosphäre (in großen Höhen) für den Schutz vor UV-Strahlung entscheidend ist, stellt es in den bodennahen Atmosphärenschichten (Troposphäre) einen künstlichen Schadstoff und eine Schlüsselkomponente des Sommersmogs dar. Es handelt sich um ein farbloses bis hellblaues Gas mit süßlichem Geruch, das entsteht, wenn Sonnenlicht mit Autoabgasen reagiert. Die höchsten Konzentrationen werden normalerweise im Sommer, am frühen Nachmittag, gemessen.

Die Ozonüberwachung im Kanton Sarajevo erfolgt an automatischen Stationen in Otoka, Hadžići und am Standort Saraj Polje sowie an Messgeräten des Föderalen Hydrometeorologischen Instituts auf Bjelave und Ivan Sedlo. Analysen zeigen eine erhebliche Anzahl von Überschreitungen des Grenzwerts von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter für den Achtstundenmittelwert.

Die Exposition gegenüber erhöhten Ozonkonzentrationen kann Atemwegsprobleme verursachen, insbesondere bei empfindlichen Bevölkerungsgruppen wie chronisch Lungen- und Herzkranken, älteren Menschen, Kindern, schwangeren Frauen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem, Übergewicht und Diabetes, sowie eine Verschlimmerung bestehender Krankheiten.

In diesem Zusammenhang hat das Institut für öffentliche Gesundheit des Kantons Sarajevo Empfehlungen herausgegeben:
* Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien: Vermeiden Sie zwischen 11:00 und 16:00 Uhr längere Aufenthalte im Freien, insbesondere in der Nähe von Straßen und in städtischen Gebieten.
* Reduzieren Sie die Autonutzung: Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder oder bilden Sie Fahrgemeinschaften, um Emissionen zu reduzieren.
* Lüften Sie Räume richtig: Lüften Sie Arbeits- und Wohnräume während der Perioden mit den niedrigsten Schadstoffkonzentrationen (früh morgens oder spät abends).
* Achten Sie auf Ihre Gesundheit: Reduzieren Sie das Rauchen, halten Sie sich an der frischen Luft auf (wenn möglich in den nahegelegenen Bergen), nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit, Vitamine und Mineralstoffe zu sich.
* Verfolgen Sie Informationen: Verfolgen Sie regelmäßig die Mitteilungen von Fachinstitutionen zur Luftqualität.

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