
(Patria) - Die Tierschutzorganisation Prijatelji životinja hat in Kroatien mehr als 35.000 Unterschriften für ihre Petition zum Verbot von Pyrotechnik gesammelt, berichtet HRT.
Sie starteten sie vor etwa zehn Tagen, nachdem ein weiterer Silvesterabend in ganz Kroatien von, wie sie sagen, lautem Terror geprägt war.
Seit 2021 ist die Verwendung von Knallkörpern der Kategorien F2 und F3 verboten, aber Feuerwerkskörper und ähnliche pyrotechnische Mittel derselben Kategorien sind vom 27. Dezember bis 1. Januar erlaubt.
Mit der aktuellen Initiative wollen Prijatelji životinja die Strafen verschärfen und das gesetzliche Verbot auf andere Gruppen lauter Pyrotechnik ausweiten.
Nach ihrem Vorschlag dürften erlaubte pyrotechnische Mittel nur zwischen dem 29. und 31. Dezember verkauft werden, und Lichtpyrotechnik dürfte nur in der Silvesternacht von 23 bis 1 Uhr verwendet werden.
Sie fordern auch ein Verbot der Werbung für Pyrotechnik und deren Verkauf in Gemischtwarenläden.
Knallkörper, Feuerwerkskörper und andere pyrotechnische Mittel wirken sich negativ auf viele aus. Vor allem Tiere – sowohl Haustiere als auch Wildtiere – leiden unter den Folgen.
Besitzer von Haustieren wie Hunden und Katzen bezeugen, dass diese im Dezember vor Angst zittern, nicht spazieren gehen wollen und sogar an Herzinfarkten sterben können.
Explosionen von pyrotechnischen Mitteln versetzen auch Vögel und andere Wildtiere in Todesangst.
Wenn von den Auswirkungen von Pyrotechnik auf Menschen die Rede ist, stehen meist Verletzungen im Vordergrund, die durch unsachgemäße Handhabung oder fehlerhafte pyrotechnische Mittel verursacht werden.
Doch Wunden, tiefe und langwierige, können auch die psychische Gesundheit beeinträchtigen. Zu den gefährdeten Gruppen gehören Kinder, insbesondere solche mit Entwicklungsstörungen, und Menschen mit PTBS. Angstzustände und Stress sind die häufigsten Probleme.
Prijatelji životinja hoffen, dass das außerordentlich große Interesse der Bürger an ihrer Initiative Früchte tragen wird. Sie haben bereits dem Innenminister Davor Božinović und dem Premierminister Andrej Plenković geschrieben, aber bisher keine Antwort erhalten.
Sie werden, wie sie sagen, bei ihrem Vorhaben bleiben, da sie große Unterstützung von den Bürgern haben – laut einigen Umfragen unterstützen 80 Prozent von ihnen ein vollständiges Verbot lauter Pyrotechnik.
Sie rufen alle auf, die Online-Petition auf der Website von Prijatelji životinja zu unterzeichnen.
Neben Gesetzesänderungen ist es auch notwendig, die Art und Weise zu ändern, wie Pyrotechnik in der Gesellschaft wahrgenommen wird.
Erwachsene sind dafür verantwortlich, sie Kindern nicht als etwas Lustiges und Gutes darzustellen, sondern Knallkörper und anderes als potenzielle Gefahr auf verschiedenen Ebenen zu präsentieren.
In erster Linie sollten Kinder zu Mitgefühl und Fürsorge für andere ermutigt werden, um ihnen bewusst zu machen, dass ein solches Verhalten vielen Menschen und Tieren in ihrer Umgebung ernsthaft schaden kann.
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