
(Patria) - Unvollständige sterbliche Überreste eines Opfers des vergangenen Krieges wurden heute an der Lokalität Donje Krečane in Gradačac exhumiert, teilte das Institut für Vermisste in Bosnien und Herzegowina mit.
Die sterblichen Überreste dieses Opfers wurden bei Bauarbeiten, genauer gesagt bei der Reinigung eines Kanals neben der Straße an dieser Lokalität, entdeckt. Dabei wurde ein Graben ausgehoben, in dem Kleidungsstücke und sterbliche Überreste des Opfers gesichtet wurden, worüber umgehend die örtliche Polizei sowie das Institut für vermisste Personen in Bosnien und Herzegowina informiert wurden. Nach dem Eintreffen des Teams am Tatort wurde festgestellt, dass es sich um menschliche sterbliche Überreste handelt, die in den Zuständigkeitsbereich des Instituts fallen, woraufhin umgehend eine Exhumierung anberaumt wurde.
Die Exhumierung begann am 8. Juli, jedoch wurden dabei neben dem Körper auch nicht explodierte Kampfmittel entdeckt. Aus diesem Grund musste zunächst das Gelände entminiert werden, und die Exhumierung wurde fortgesetzt und heute abgeschlossen.
Die sterblichen Überreste des Opfers wurden nach der Exhumierung in das Gedenkzentrum in Tuzla überführt, wo eine kriminaltechnische und gerichtsmedizinische Untersuchung sowie die Entnahme von Knochenproben zur Identifizierung des Opfers mittels DNA-Methode erfolgen werden.
Nach Informationen, über die das Institut für vermisste Personen in Bosnien und Herzegowina verfügt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Opfer, das in diesem Gebiet im Jahr 1992 getötet wurde.
Die Exhumierung wurde unter der Leitung der Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina und gemäß der Anordnung des Gerichts von Bosnien und Herzegowina durchgeführt.
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