
Anlässlich des Weltflüchtlingstages richtete der Minister für Vertriebene und Flüchtlinge, Adil Osmanović, eine Botschaft, in der er betont, dass dieses besondere Datum daran erinnert, dass Bosnien und Herzegowina auch 18 Jahre nach der Unterzeichnung des Dayton-Friedensabkommens noch immer mit dem Problem der Flüchtlinge, Vertriebenen und Rückkehrer konfrontiert ist.
- Leider befinden sich in Bosnien und Herzegowina nach dem vergangenen Krieg noch immer rund 113.000 Vertriebene, die auf ihr Zuhause warten, von denen 7.000 in Sammelunterkünften mit sehr schwierigen Lebensbedingungen untergebracht sind. Zusätzlich wird dieses Problem durch die Schätzung von weiteren 83.000 Vertriebenen erschwert, die eine Folge der Naturkatastrophe sind, die durch starke Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht wurde - heißt es in der Mitteilung, wie Patria berichtet.
Eine große Anzahl von Menschen erwartet Hilfe bei der Lösung ihrer Wohnbedürfnisse und insbesondere bei der Nachhaltigkeit der Rückkehr und der Wiedereingliederung in die Rückkehrgemeinschaft, was bedeutet, dass sie noch immer mit dem Problem der Verwirklichung grundlegender Menschenrechte konfrontiert sind.
Sowohl die Föderationsregierung als auch das Ministerium für Vertriebene und Flüchtlinge konzentrieren sich auf die Lösung dieses Problems, insbesondere wenn es um die Bereitstellung von Haushaltsmitteln für diesen Zweck geht, was sicherlich ein Indikator für das Verhältnis anderer Regierungsebenen zur verabschiedeten überarbeiteten Strategie zur Umsetzung des Anhangs VII des Dayton-Friedensabkommens ist, so das Ministerium.
Ein großer Dank gilt allen, die zur Lösung der Bedürfnisse und Probleme in diesem Bereich beitragen, wie der Europäischen Union, den USA, dem UNHCR, internationalen Nichtregierungsorganisationen, der Regierung Saudi-Arabiens, der Regierung der Türkei, dem OPEC-Fonds und anderen.
- Vor uns liegt noch viel Arbeit für alle Regierungsebenen in beiden Entitäten, um Bedingungen zu schaffen, unter denen jeder Bürger frei in seine Vorkriegswohnsitze zurückkehren kann, ihm Schutz gewährt wird, am Versöhnungsprozess und an der strafrechtlichen Verfolgung von Kriegsverbrechern gearbeitet wird, bzw. den Rückkehrern Bedingungen für ein würdevolles Leben und Arbeiten gesichert werden - heißt es in der Mitteilung des Föderationsministeriums für Vertriebene und Flüchtlinge.
Der Weltflüchtlingstag wurde übrigens durch einen Beschluss der UN-Generalversammlung aus dem Jahr 2000 eingeführt. Wie die UN-Flüchtlingsagentur mitteilte, hat die Zahl der Menschen, die aufgrund von Krieg oder Verfolgung gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg die 50-Millionen-Marke überschritten, berichtet Patria.
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