In BIH hat sogar zehn Prozent der Einwohner Schwierigkeiten bei der Fortbewegung

Patria
AutorPatria
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In BIH hat sogar zehn Prozent der Einwohner Schwierigkeiten bei der Fortbewegung

Die größten Hindernisse, auf die Menschen mit Behinderungen beim Bewegen durch die Straßen von BIH-Städten stoßen, sind architektonische und verkehrstechnische Barrieren in Form von zu schmalen Gehwegen ohne Zugangsneigungen und rücksichtslos geparkten Fahrzeugen, so das Fazit eines Workshops „Setz dich auf meinen Stuhl“, der gestern an der Internationalen Universität in Sarajevo endete.

Der Workshop wurde von Studenten der Internationalen Universität in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Sarajevo und dem Verband der Paraplegiker und Kinderlähmungsbetroffenen des Kantons Sarajevo durchgeführt.

Beim Abschluss des Workshops wurde außerdem festgestellt, dass Menschen mit eingeschränkter Mobilität durch unzulässige Neigungen an den Eingängen von Gebäuden oder deren völliges Fehlen, durch die Beschilderung für blinde und sehbehinderte Menschen sowie durch das Fehlen öffentlicher Toiletten für Menschen mit Behinderungen behindert werden.


Tufek-Memišević: Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind in unserem Land auf jeder Ebene diskriminiert

Tijana Tufek-Memišević, Organisatorin und Leiterin des Workshops „Setz dich auf meinen Stuhl“ und Dozentin im Architekturprogramm der IUS, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Patria, dass Menschen mit eingeschränkter Mobilität in unserem Land auf sozialer, wirtschaftlicher, verkehrstechnischer und jeder anderen Ebene diskriminiert werden.

- Laut offiziellen Statistiken haben in BIH sogar zehn Prozent der Einwohner Schwierigkeiten bei der Fortbewegung. Wir glauben jedoch, dass diese Zahl weitaus höher ist. Und all diese Menschen stoßen täglich auf Schwierigkeiten, wenn sie sich in der Stadt bewegen. Das muss sich ändern – sagte Tufek-Memišević.

Während des Workshops, der am 19. Mai begann, bewegten sich Studenten der IUS mit verbundenen Augen, Krücken und im Rollstuhl und dokumentierten alle Hindernisse, auf die Menschen mit besonderen Bedürfnissen beim Gehen auf den Straßen der Stadt stoßen.

- Wir wollten erreichen, dass die Architekturstudenten, die morgen die gebaute Umwelt gestalten werden, bereits jetzt Menschen mit besonderen Bedürfnissen in ihre Arbeitsgewohnheiten einbeziehen – sagte Tufek-Memišević.

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