
(Patria) - Die Bürger von Tuzla sind auch heute auf die Straße gegangen, bewegt von den jüngsten Ereignissen, die ihre Stadt, aber auch Bosnien und Herzegowina erschüttert haben. Kurz gesagt: Die Tuzlaer fordern die Rücktritte der Verantwortlichen.
Vor dem Gebäude des Innenministeriums des Kantons Tuzla wurde eine „Schrei-Mauer“ errichtet, auf der die Bürger Nachrichten hinterlassen, die an die Zuständigen und diejenigen gerichtet sind, die sie für die aktuelle Situation verantwortlich halten.
„Der Kampf gegen die Kriminalität beginnt mit dem Mut, sich dem Unrecht zu widersetzen“, „Ihr habt meine beste Freundin getötet“, „Wer gegen die Kriminalität kämpft, kämpft für die Gerechtigkeit“, „Staatliche Mörder“, „Nieder mit der Regierung“ – dies sind nur einige der Botschaften, die auf der „Schrei-Mauer“ geschrieben stehen.
Die Proteste begannen um symbolische fünf vor zwölf vor dem Gebäude der Polizeiverwaltung des Innenministeriums des Kantons Tuzla, als Ausdruck der Unzufriedenheit und Reaktion auf die jüngsten Ereignisse, die die Öffentlichkeit erschüttert haben.
Diese Proteste zeigen das immer tiefere Misstrauen der Tuzlaer Öffentlichkeit gegenüber den Institutionen, die Sicherheit und Gerechtigkeit schützen sollten.
Die „Schrei-Mauer“ ist nicht nur eine Ansammlung von Botschaften, sondern ein Ausdruck des kollektiven Gefühls der Enttäuschung und des Wunsches nach einem Systemwechsel, das nach Meinung der Bürger schon lange nicht mehr im Interesse derjenigen funktioniert, die es schützen sollte.
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