
(Patria) - In Doboj zündete gestern Abend eine Fangruppe die Flagge von Bosnien und Herzegowina an, während in Istočno Sarajevo eine Fangruppe mit vulgären Rufen und der Verherrlichung eines Kriegsverbrechers den Verkehr blockierte. Die Staatsanwaltschaft von BiH ohne Reaktion, auch dieses Mal!?
Zu diesem Anlass äußerten sich der Minister für Menschenrechte und Flüchtlinge Sevlid Hurtić und der Abgeordnete in der Nationalversammlung der Republika Srpska (NSRS) Amir Hurtić.
„Wir verurteilen aufs Schärfste die nationalistischen Ausbrüche einer Fangruppe in Doboj und das beschämende Verbrennen der Flagge des Staates Bosnien und Herzegowina, das in der Nacht des 9. Januar stattfand. Solche Handlungen stellen nicht nur einen isolierten Vorfall dar, sondern eine ernste Warnung, wie gefährlich Hassreden, Extremismus und Einschüchterungsversuche von Bürgern sind. Solche Taten beleidigen direkt die Würde des Staates Bosnien und Herzegowina, aber auch das Sicherheitsgefühl der Bürger von Doboj, die jahrelang ein Zusammenleben und gegenseitiges Vertrauen aufgebaut haben. Gerade deshalb muss die Verantwortung der Institutionen klar, schnell und unmissverständlich sein“, heißt es in der Mitteilung.
Minister Hurtić sagte, dass „das Verbrennen der Flagge von Bosnien und Herzegowina eine rote Linie und ein direkter Angriff auf den Staat und all seine Bürger ist“.
„Das ist kein Vorfall, der relativiert oder entschuldigt werden kann. Die zuständigen Institutionen müssen umgehend reagieren, die Täter identifizieren und klare und angemessene Strafen verhängen, denn nur eine entschlossene Reaktion des Staates kann die Wiederholung solcher Taten verhindern“, sagte Minister Hurtić.
Er betonte insbesondere, dass solche Handlungen weitreichende Folgen haben, da sie nicht nur den Staat beleidigen, sondern auch Angst und Unsicherheit unter den Bürgern säen, insbesondere unter der zurückkehrenden Bevölkerung. Wie er betonte, habe der Staat die Pflicht, klar zu zeigen, dass er die Rechte, die Sicherheit und die Würde aller Bürger schützen wird, unabhängig von ihrer nationalen oder religiösen Zugehörigkeit.
Amir Hurtić, Abgeordneter in der Nationalversammlung der Republika Srpska, erklärte, dass Doboj eine offene und multikulturelle Stadt sei, in der Bosniaken, Serben, Kroaten und alle anderen Völker seit Jahrzehnten zusammenleben.
„Einige wenige Extremisten repräsentieren weder diese Stadt noch ihre Bürger, und die Bosniaken in Doboj sind keine Durchreisenden oder Gäste, sie sind gleichberechtigte, stolze Bürger, die auf ihren heimischen Herden leben und sich vor niemandem fürchten“, fügte er hinzu.
Beide warnten, dass das Verbrennen der Flagge von Bosnien und Herzegowina und beleidigende Gesänge keine harmlosen Ausfälle seien, sondern Botschaften, die langfristige Folgen für das Image, die Stabilität und die Entwicklung von Doboj haben könnten.
„Wenn solche Taten nicht klar und ohne Zurückhaltung sanktioniert werden, wird die Botschaft gesendet, dass Hass erlaubt ist. Das dürfen wir nicht zulassen, denn Doboj muss ein Symbol einer offenen, multikulturellen und modernen Stadt bleiben“, fügte Minister Hurtić hinzu.
Beide erklärten, dass Bosnien und Herzegowina ein Staat all seiner Bürger sei und Doboj eine Stadt, in der Extremismus, Hass und Gewalt keinen Platz haben und auch keinen haben werden.
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