
Schreibt: Rasim Belko
Wissen Sie, wer der erste ausländische Diplomat war, mit dem der ehemalige kroatische Präsident Franjo Tuđman nach der Eröffnungssitzung 1992 sprach. Dieser erste Franjo-Gast erinnerte sich 18 Jahre später, bei der Amtseinführung von Ivo Josipović, an dieses Gespräch. Es handelt sich um Christian Schmidt, heute Hoher Repräsentant der internationalen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina und offensichtlicher Liebhaber Kroatiens und seiner Politik. Im Folgenden werden wir auch Beweise für Schmidts Verbindungen zu Serbien und sogar Russland vorlegen.
Schmidts Verbindungen zum offiziellen Zagreb begannen also nicht erst mit seiner Ernennung zum Hohen Repräsentanten. Diese Verbindungen sind viel tiefer und gefährlicher, als wir in Bosnien und Herzegowina denken. Aber leider sehen die meisten, die sich Führer nennen, dies weder noch wollen sie es sehen, und verteidigen stattdessen nach Anweisung die Glaubwürdigkeit des immer offensichtlicher unglaubwürdigen Schmidt.
Denn wie kann man jemandem vertrauen, der Richter und Ausleger eines Friedensabkommens sein soll, wenn er nicht nur einer, sondern zwei Konfliktparteien gegenüber voreingenommen ist?
Bei der erwähnten Amtseinführung von Josipović befürwortet Schmidt laut seinen Aussagen die Beteiligung Kroatiens an der Mission in Afghanistan und unterstützt seinen europäischen Weg.
Im Jahr 2009 nahm Schmidt als Abgeordneter des Bundestages am Allgemeinen Parteitag der HDZ teil.
In einer Veröffentlichung vom 7. Juli 2009 gibt Schmidt an, dass er am 4. Juli 2009 auf dem Parteitag in der Arena in Zagreb gesprochen habe.
Schmidt informierte die Öffentlichkeit, dass er sich mit dem damaligen Premierminister Ivo Sanader, seiner Stellvertreterin Jadranka Kosor, dem Kulturminister und guten Freund Božo Biskupić sowie dem Verteidigungsminister Branko Vukelić getroffen und Gespräche geführt habe.
Aufgrund von Sanaders Rücktritt, wenige Tage vor dem HDZ-Parteitag, war Schmidt ziemlich betrübt und gab der Agentur ddp eine Erklärung ab, in der er seine Trauer nicht verbarg.

Schmidt bedauert Sanader und wirft Europa seine Demission vor
„Schmidt drückte in einer Erklärung gegenüber ddp sein Bedauern über den überraschenden Rücktritt des kroatischen Premierministers am Mittwoch, dem 1. Juli 2009, aus. Nach Ansicht von Christian Schmidt (CSU) hat der überraschende Rücktritt des kroatischen Premierministers Ivo Sanader europäische politische Gründe. „Die EU wartet auf Kroatien, das im April NATO-Mitglied geworden ist“, sagte Schmidt der Nachrichtenagentur ddp in Berlin.
Schmidt erinnerte daran, dass Kroatien ein guter Verbündeter sei, der nun auch mit den deutschen Streitkräften im Kosovo zusammenarbeite. Das Gleiche gilt für die Vorbereitungen für Afghanistan. Angesichts der guten Erfahrungen müsse Europa mehr tun, um Kroatien in die europäische Gemeinschaft zu integrieren.
„Kroatien ist ein strategischer stabilisierender Faktor auf dem Balkan“, fügte Schmidt hinzu.
Somit sieht Schmidt die Schuldigen für Sanaders fast erzwungenen Rücktritt in der Haltung der EU gegenüber Kroatien und nicht in all den Skandalen, wegen derer Sanader bis heute vor Gericht steht. Aber wir haben bereits verstanden, dass Schmidt das Recht nicht besonders wichtig ist.
Eine Frage, die sich aus dem Archiv von Christian Schmidts politischem Werk ergibt, drängt sich auf: Ist seine Ablehnung durch die politischen Vertreter der Republika Srpska tatsächlich ein Trick? Denn Schmidt hatte schon lange vor seiner Ankunft in Bosnien und Herzegowina ziemlich starke Verbindungen zu Serbien.

Schmidt kündigt in Belgrad militärisch-politische Zusammenarbeit und Hilfe an
Er besuchte Belgrad vom 2. bis 4. Oktober 2008 und sprach dort mit allen wichtigen Persönlichkeiten des damaligen politischen Lebens Serbiens, außer mit radikalen politischen Kreisen. Schmidt traf sich damals mit der Parlamentspräsidentin Serbiens, Slavica Đukić-Dejanović, Premierminister Mirko Cvetković, dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Mlađan Dinkić und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses Dušan Bajatović.
Während seiner Belgrader Reise tauschte sich Schmidt auch mit dem Chef des Generalstabs Serbiens, Zdravko Ponoš, und den Fraktionsvorsitzenden der parlamentarischen Parteien aus.
Nach einstimmiger Aussage der serbischen Gesprächspartner wurde Deutschland als wichtiger Partner Serbiens in Europa eingeschätzt, obwohl unterschiedliche Ansichten zur Kosovofrage weiterhin deutlich waren. Alle Gesprächspartner betonten den Wunsch Serbiens nach einer vertieften Zusammenarbeit in politischer, wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht. Christian Schmidt dankte in einem Gespräch mit dem Generalstabschef Ponoš für den Beitrag Serbiens zum Programm „Partnerschaft für den Frieden“ und bot die Möglichkeit der Weiterbildung serbischer Offiziere in Deutschland im Rahmen der Transformation der serbischen Streitkräfte an. Ponoš berichtete über die Fortschritte im Ausbildungsbereich in Serbien, mit Schwerpunkt auf der „Feldübung“. Bedeutende Fortschritte würden zu einer besseren Nutzung von Ressourcen und Personal führen. Ponoš dankte für die intensive deutsche Hilfe.
Am 24. März 2011 sprach Schmidt in Berlin mit der serbischen Staatssekretärin Tanja Miščević über militärisch-politische Fragen. Schmidt gab damals bekannt, dass die Bundeswehr 60 Angehörige der serbischen Armee ausgebildet habe, darunter 16 Offiziere in der Generalstabsausbildung. Dies sind also die Leute, die heute die Armee des prorussischen Putinisten Aleksandar Vučić kommandieren, der die Stabilität auf dem Westbalkan in mindestens drei Ländern kontinuierlich bedroht. Und das ist dieselbe Armee, deren Einheiten schreckliche Verbrechen, einschließlich des Völkermords von Srebrenica, begangen haben. Im Juni 2011 war Schmidt erneut in Belgrad und sprach erneut über dieselben Themen mit der militärisch-politischen Führung Serbiens.
Schmidt hatte aber auch seine russische Episode. Auf seiner Webseite aus dem Jahr 2002 gibt Christian Schmidt in seinem Lebenslauf an, dass er im Vorstand der Organisation Deutsch-Russisches Forum tätig war.
Auf der Webseite dieser Organisation aus den Jahren 2001, 2003 und 2004 gibt es Beweise dafür, dass er im erweiterten Vorstand war. Diese Organisation „Deutsch-Russisches Forum“ wurde 1993 gegründet, hatte ihren Sitz in Bonn und befindet sich jetzt in Berlin.
Schmidt hatte also ausgezeichnete Verbindungen und eine Zusammenarbeit mit den offiziellen Behörden Serbiens und insbesondere Kroatiens. Länder, die Pläne und Absichten hatten und haben, Bosnien und Herzegowina zu zerreißen. Er trieb ihre Beitrittsprojekte zur Europäischen Union voran. Mit Bosnien und Herzegowina hatte er keine solchen Beziehungen. Ähnlich wie seine Chefin Angela Merkel. Die ersten Besuche während seines Mandats als Hoher Repräsentant fanden in Kroatien statt. Bevor er das Land kennenlernte, in dem er oberster Ausleger der Verfassung und die Person ist, die mit ihren Entscheidungen alle Strömungen im Land und auch auf der außenpolitischen Ebene verändern kann.

Der Hohe Repräsentant Christian Schmidt ist Mitglied des Vorstands des Deutsch-Russischen Forums (aus der offiziellen Biografie)
Wie kann man nach all dem über die Glaubwürdigkeit und Unparteilichkeit Schmidts sprechen? Warum hat er nach all dem die absolute Unterstützung Großbritanniens und der USA? Vielleicht liegt die Antwort in der Tatsache, dass alle drei genannten Seiten Serbien und Kroatien als regionale Partner und Anführer sehen. In diesem Fall müssen wir keine Hellseher sein, um zu wissen, was uns bevorsteht. Aber wir müssen scharfsinnig sein und uns bemühen, dem entgegenzuwirken.
Denn der Christdemokrat Schmidt mit seinen kroatischen, serbischen und russischen Verbindungen ist für die Position des Hohen Repräsentanten nicht mehr akzeptabel!
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