Triviale Politik mit gleichen Ergebnissen trägt nur zur Banalisierung des Bösen bei, die die Troika legitimiert!

Patria
AutorPatria
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Triviale Politik mit gleichen Ergebnissen trägt nur zur Banalisierung des Bösen bei, die die Troika legitimiert!

Schreibt: Muamer Bandić/NAP

Ein weiterer Vampirball in Banja Luka ist unter dem Schweigen der bosnischen Institutionen, aber auch der internationalen Gemeinschaft vorübergegangen. Besonders signifikant ist das Schweigen des Hohen Repräsentanten Christian Schmidt, der uns noch vor einem Jahr klar und entschlossen mitteilte, dass „der 9. Januar 2024 in diesem Rahmen und auf diese Weise nicht stattfinden wird“. Nun, wir haben erlebt, dass er stattfand, und zwar so, dass die Grenzen der Normalität und des Kitsches noch ein Stück weiter verschoben wurden, sodass wir an diesem 9. Januar auch gedruckte Autokennzeichen der kleineren bosnischen Entität sahen.

Wo ist in all dem dieser abgeschriebene deutsche Beamte, der in unserem Land ein fettes Gehalt kassiert, um am Aufbau von Frieden und Stabilität in Bosnien und Herzegowina, an der Etablierung der Rechtsstaatlichkeit und der Verwirklichung aller im Umsetzungsplan der OHR-Mission definierten Ziele zu arbeiten? Sie können es zur Unterhaltung erraten, aber die richtige Antwort ist, dass er nirgends ist, außer wenn das Gehalt verteilt wird oder es um regelmäßige Besuche in Zagreb geht. Für das, wofür er bezahlt wird, tut Christian Schmidt regelmäßig so, als sei er tot. So sehr, dass uns die ewige Besorgnis seines Vorgängers bereits fehlt.

 Während der besagte Hohe Repräsentant für die Durchführung der Apartheid gegenüber den Bosniaken vergessen hat, was er vor knapp einem Jahr gesagt hat, hat er seine regelmäßigen Zagreber Briefings zu den Änderungen des Wahlgesetzes von Bosnien und Herzegowina weder vergessen noch versäumt. Und siehe da, während die Öffentlichkeit vergessen hatte, dass Schmidt in Zagreb war, folgte ein Treffen der Regierungskoalition in Mostar mit demselben Thema. Wenn man der chronologischen Abfolge der Ereignisse folgt, ist selbst dem letzten Dummkopf klar, dass die Ziele und der Narrativ der Politik in Bosnien und Herzegowina in Zagreb bestimmt werden und der Hohe Repräsentant ihr Vollstrecker ist, während die Troika hier nur eine Ikebana zum Zwecke ihrer Legitimierung ist.

Nur in diesem Kontext kann man den Banja Luka Vampirball als triviale Angelegenheit bezeichnen. Dieser hingeworfene Rettungsschlauch für das eigene Gesicht wurde bereitwillig vom Vollstrecker des Zagreber Willens angenommen, und er zitiert auch die Troika-Anhänger, nur damit ihn niemand fragt, warum jegliche Reaktion aus dem OHR auf die ständige und flagrante Verletzung von Gesetzen, Entscheidungen des Verfassungsgerichts von Bosnien und Herzegowina und die Gefährdung von Frieden und Stabilität durch offene Faschisten ausgeblieben ist?

So ist unsere ohnehin schon zerrüttete Gesellschaft an einen Punkt gebracht worden, an dem Lügen und Faschismus in der öffentlichen Rede und im politischen Handeln, auch in den breiten Volksmassen (was sich in den ständigen Angriffen auf Bosniaken in der RS widerspiegelt), zu einer trivialen Sache geworden sind. Daher ist es völlig normal, dass wir Proteste nicht wegen der Angriffe auf Bosniaken haben, die auf ihrem eigenen Land leben wollen, sondern um die Täter der Angriffe aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

 Wegschauen, Schweigen und Achselzucken bei solchen Dingen, die Unfähigkeit, irgendeine politische Antwort von den falschen Waltern zu schaffen, bzw. die triviale Politik der Zagreber Papageien mit Sarajevoer Adressen, haben nur zu einer allgemeinen Banalisierung und Legitimierung des Bösen in unserer Gesellschaft geführt. Und seien wir sicher, dass dieses Böse nicht die Absicht hat aufzuhören, sondern dass wir von Jahr zu Jahr nur stumm Zeugen einer ständigen Verschiebung der Grenzen sein werden, bis es zu spät ist.

Und so wie, abgesehen vom Schmelzen bei der Verteilung von Budgetgeldern an Wohlgesonnene, die Politik und das Handeln der Troika in Fragen von staatlichem und entitätischem Interesse trivial sind, sind sie gleichermaßen trivial auf niedrigeren Ebenen, in Kantonen und Gemeinden. Im Kanton Sarajevo und in den Gemeinden, die sie regieren, sind sie gleichermaßen sprachlos, träge und trivial in jeder Frage, die das Wohl der Bürger betrifft. Genau wie auf staatlicher, föderaler Ebene erleben wir auch auf kantonaler Ebene eine Privatisierung des Staates, Lügen und Täuschung der Bürger. Sie versprechen viel und allerlei, erfüllen aber selten etwas. Sie haben bereits die Studenten betrogen, sie haben mehrmals die kantonalen Angestellten betrogen, nun betrügen sie auch die Jugend von Sarajevo, und täglich betrügen sie die Bürger.

Ich frage mich nur, ob sie es wagen, Milorad Dodik oder Dragan Čović auf die gleiche Weise zu betrügen? Vielleicht wird der Hohe Repräsentant für die Durchführung der Apartheid gegenüber den Bosniaken hinter ihnen stehen, aber seien Sie sicher, das Volk wird es nicht tun!

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