
(Patria) - Die Sozialdemokratische Partei (SDS) hat heute mitgeteilt, dass sie gegen die Ankündigung der Wiedereinführung der Wehrpflicht in Serbien ist.
In der SDS wird bewertet, dass diese Entscheidung ausschließlich aus populistischen Gründen angekündigt wurde und nicht aufgrund tatsächlicher Sicherheitsbedürfnisse.
In der Mitteilung heißt es, dass eine solche Entscheidung nicht ohne breite öffentliche Debatte getroffen werden könne, da sie politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Konsequenzen mit sich bringe.
"Wir sind absolut gegen diese Entscheidung, und gerade die Ankündigung der Wiedereinführung der Wehrpflicht mit einer Dauer von vier Monaten beweist die wahren Absichten der Regierung.
Die angekündigte Dauer des Wehrdienstes zeigt deutlich, dass eine solche Entscheidung nicht durch tatsächliche Sicherheitsbedürfnisse motiviert ist, sondern durch reinen Populismus und ein gefährliches Spiel mit der Militarisierung unserer Gesellschaft", erklärte der SDS-Vorsitzende Boris Tadić in einer schriftlichen Stellungnahme.
Er fügt hinzu, dass eine militärische Ausbildung weder sicherheitspolitisch noch wirtschaftlich gerechtfertigt sei, wenn sie nicht mindestens neun Monate dauere, und dass die Probleme, mit denen das serbische Verteidigungssystem konfrontiert sei, sicherlich nicht durch die Wiedereinführung der Wehrpflicht gelöst würden.
"Solche Ankündigungen sind bereits zur Tradition dieser Regierung geworden, da wir sie fast jedes Jahr erleben und sie zu Zwecken des politischen Marketings genutzt werden, ebenso wie die regelmäßigen Präsentationen neuer militärischer Ausrüstung.
Die Erneuerung militärischer Ausrüstung ist immer notwendig, wenn sie strategisch geplant ist, aber nicht marketing- und populistisch, wie es in Serbien im letzten Jahrzehnt der Fall war", sagte Tadić.
Seinen Worten zufolge ergibt dies insbesondere unter den Umständen keinen Sinn, in denen militärisches Personal verschwendet wird und die Armee sowie ihre Verteidigungsfähigkeit im Wesentlichen ruiniert werden.
"Die beste und modernste militärische Ausrüstung ist nutzlos, wenn niemand da ist, der sie nutzt, genauso wie Investitionen in Krankenhausgebäude nutzlos sind, während der Staat medizinisches Personal organisiert ins Ausland schickt, weshalb niemand da ist, der unsere Bürger behandelt", betont Tadić.
Er unterstrich auch, dass das Regime mit dieser Ankündigung auf völlig sinnlose Weise versuche, den Mangel an personellen Ressourcen in der Armee zu kompensieren, anstatt sich endlich planvoll mit dieser grundlegenden militärischen Frage zu befassen.
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