Schweizerische Nationalbank schließt 2023 mit Verlust ab

Patria
AutorPatria
15:09
Podijeli:
Schweizerische Nationalbank schließt 2023 mit Verlust ab

(Patria) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat heute bestätigt, dass sie im Jahr 2023 mit einem Verlust gearbeitet hat und schließt sich damit der Gruppe der Zentralbanken führender Volkswirtschaften an, die durch gestiegene Zinssätze in die roten Zahlen gerieten.

Die SNB gab bekannt, dass sie im vergangenen Jahr einen Verlust von 3,2 Milliarden Schweizer Franken (3,34 Milliarden Euro) verzeichnete.

Der Fehlbetrag ist jedoch deutlich geringer als im Jahr 2022, als er aufgrund des Wertverlusts des Aktien- und Anleihenportfolios 132,5 Milliarden Franken erreichte und der höchste seit der Gründung der SNB war.

Im Jahr 2023 verzeichnete die Schweizerische Nationalbank auf ihren Fremdwährungspositionen einen Ertrag von vier Milliarden Franken, nach einem Verlust von 131,4 Milliarden Franken im Jahr 2022.

Eine Belastung war im vergangenen Jahr der stärkere Franken, mit einem Verlust von 58 Milliarden Franken im Zusammenhang mit Wechselkursen.

Die Erträge aus den Goldreserven beliefen sich auf 1,7 Milliarden Franken und waren damit mehr als viermal so hoch wie im Vorjahr.

Die SNB verzeichnete auch Einnahmen von 1,4 Milliarden Franken aus dem Notkredit zur Rettung der angeschlagenen Credit Suisse.

Überwogen hat jedoch ein Nettoverlust von 8,5 Milliarden Franken auf den Positionen in Landeswährung, mehr als das Achtfache des Wertes von 2022, da die SNB im Rahmen einer verschärften Geldpolitik zur Inflationsbekämpfung den Geschäftsbanken höhere Zinsen auf über Nacht fällige Einlagen zahlte.

Die Bank wird daher auch in diesem Jahr keine Dividende an Aktionäre, den Bund und die Kantone ausschütten.

Mit ihrem negativen Ergebnis im Jahr 2023 reiht sich die SNB in die Reihe der Europäischen Zentralbank (EZB), der Deutschen Bundesbank und der US-Notenbank Fed ein, die aufgrund gestiegener Zinssätze im vergangenen Jahr Verluste von 7,9 Milliarden Euro bzw. 21,6 Milliarden Euro und 114,3 Milliarden Dollar verzeichneten.

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