
(Patria) - Das Gericht von Bosnien und Herzegowina hat die Untersuchungshaft gegen den flüchtigen stellvertretenden Direktor der SIPA, Zoran Galić, angeordnet und die Ausstellung eines Interpol-Haftbefehls beschlossen.
Diese Dokumente gehen über die Direktion für Koordination der Polizeibehörden an die Interpol-Zentrale, die Anfang nächster Woche in ihre Datenbank der roten Ausschreibungen auch die gegen Zoran Galić aufnehmen sollte, der sich in Kroatien aufhält, berichtete Istraga.
Andererseits haben die Institutionen von Bosnien und Herzegowina Galić noch nicht von seiner Position als stellvertretender Direktor der SIPA entlassen. Sollte dies bis nächste Woche nicht geschehen, wird Bosnien und Herzegowina zu einem Staat, der einen Mann im Amt hält, der bereits im zweiten Monat den Justizbehörden von Bosnien und Herzegowina nicht zur Verfügung steht, um sich für die ihm zur Last gelegten Straftaten zu verantworten.
Drei Personen, die bei derselben Aktion festgenommen wurden, bei der auch Galić hätte sein sollen, befinden sich in Untersuchungshaft.
Der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina hat Galić noch nicht entlassen, da es offenbar keinen Rechtsexperten gibt, der eine rechtmäßige Entlassung Galićs ermöglicht, ohne dabei den Haushalt der Institutionen von Bosnien und Herzegowina zusätzlich zu belasten.
Galić hat über seine Anwälte eine freiwillige Entlassung wegen Erfüllung der Voraussetzungen für den Ruhestand beantragt, und zwar ab dem Tag, an dem er aus Bosnien und Herzegowina geflohen ist.
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