
(Patria) - Die Vereinigten Staaten von Amerika bleiben dem Daytoner Friedensabkommen sowie der Souveränität und territorialen Integrität von Bosnien und Herzegowina verpflichtet, heißt es in dem neuesten Dokument des Außenministeriums, berichtet Politički.ba.
Im Jahr 2025, wie angegeben, trug die entschlossene amerikanische Diplomatie dazu bei, die schwerste Krise in Bosnien und Herzegowina seit dem Konflikt von 1992-1995 zu beenden und gleichzeitig die rechtliche Kohäsion des Staates und die verfassungsmäßige Ordnung zu wahren.
Die Regierung bemüht sich, diese Stabilität zu festigen und wird die Akteure in Bosnien und Herzegowina weiterhin ermutigen, destabilisierende und spaltende Schritte zu vermeiden, die die Möglichkeiten zur Förderung einer gemeinsamen Wirtschaftsagenda gefährden könnten.
In dem Bericht an den Kongress über die Politik der USA zur Förderung regionaler Stabilität und des Wohlstands des Westbalkans wird auch hervorgehinausgestellt, dass die amerikanische Politik auf dem Westbalkan nicht mehr auf Rettung oder Wiederaufbau ausgerichtet ist, sondern auf Stabilität und für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaften.
Die Regierung konzentriert sich darauf, lokale Akteure zu stärken, damit sie ihre eigenen Herausforderungen lösen, anstatt eine übermäßige Abhängigkeit von internationaler Intervention oder Überwachung aufrechtzuerhalten.
„Die Vereinigten Staaten von Amerika sind bereit, Unterstützung zu leisten, wo ihr Engagement erwünscht ist und wo es den amerikanischen Interessen dient“, heißt es.
Von Bosnien und Herzegowina wird ferner erwartet, dass es seine Verteidigungsausgaben erhöht, „um zur regionalen und globalen Stabilität beizutragen“. Die Entscheidung, dass unser Land mit Soldaten vertreten sein wird, die in Gaza stationiert werden sollen, wird ebenfalls begrüßt.
Ferner wird die Bereitschaft unseres Landes sowie Serbiens, die auf dem Sicherheitssipros in Thessaloniki bekundet wurde, die Kapazitäten für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung zu erhöhen, hervorgehoben.
„Das Außenministerium wird sich aktiv dafür einsetzen, das bekundete Interesse der Westbalkanregion in konkrete Handelsabkommen umzusetzen“, heißt es in dem Dokument.
In diesem Zusammenhang ist die südliche Gasinterkonnektion die absolute Priorität der USA in der Region, gefolgt von einer ähnlichen Interkonnektion zwischen Mazedonien und Serbien.
Bosnien und Herzegowina wird auch im amerikanischen Interesse am Bau neuer Wasserkraftwerke erwähnt. Ebenso wie Albanien. Ein verstärktes Engagement der USA in Serbien und Treffen mit den Staatschefs werden ebenfalls angekündigt.
„China und Russland versuchen aktiv, Instabilität, Korruption und schlechte Regierungsführung in der Region auszunutzen. Die Wahrung der Stabilität und die Ausweitung der Handelszusammenarbeit sind starke Instrumente zur Bekämpfung böswilliger Einflüsse auf dem Westbalkan.
Moskau schürt ethnische Spannungen, finanziert destabilisierende Akteure und nutzt Kohlenwasserstofflieferungen, um Druck auf Politiker auszuüben und das Vertrauen der Öffentlichkeit in westliche Institutionen zu schwächen.
China erweitert seinen „Soft Power“-Einfluss, und Peking nutzt Handel, Staatskredite, Bestechung, Propaganda und Partnerschaften mit politischen Eliten, um seinen Einfluss zu vergrößern, insbesondere in Umgebungen mit geringer Transparenz und unzureichend entwickelten Managementsystemen.
Chinesische Unternehmen bieten oft die niedrigsten Preise in Ausschreibungen an, um später zusätzliche Kosten und Projektverzögerungen auftreten zu lassen, was die tatsächlichen Ausgaben erheblich erhöht.
Die Regierung ist der Ansicht, dass der Fokus auf regionaler Stabilität und der Stärkung der Handelszusammenarbeit der beständigste Schutz vor beiden Formen ausländischer Einmischung ist.
Länder mit wachsenden Volkswirtschaften und transparenten Institutionen sind deutlich weniger anfällig für Manipulationen“, heißt es in dem Dokument des Außenministeriums.
Es wird auch hervorgehoben, dass die Regierung von Donald Trump Ressourcen auf Aktivitäten lenkt, die klare und messbare Vorteile für die amerikanischen Interessen bringen, wobei kurzfristige und überprüfbare Ergebnisse Vorrang vor langfristigen und unbestimmten Prozessen des institutionellen Aufbaus haben.
Besonders betont wird, dass Programme zur Strafverfolgung den Vorrang für Operationen gegen organisierte kriminelle Gruppen, Cyberkriminalität, Geldwäsche und die Stärkung der Grenzsicherheit haben.
„Ressourcen der öffentlichen Diplomatie konzentrieren sich auf die Stärkung der Beziehungen zwischen den Menschen, den Bildungsaustausch und die Darstellung der wirtschaftlichen Vorteile Amerikas für die regionale Öffentlichkeit, die Geschäftswelt und die Regierungen.
Die Regierung beteiligt sich weiterhin an Programmen, die die Rüstungskontrolle und die Stärkung eines auf „Lastenübertragung“ basierenden Ansatzes im Rahmen des amerikanischen Sicherheitsengagements in der Region fördern, einschließlich der Reduzierung und Beseitigung von Waffen, Minenräumung, internationaler militärischer Bildung und Ausbildung sowie Friedensmissionen“, heißt es weiter in dem Dokument.
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