
Geschrieben von: Sead Omeragić
Bosnien und Herzegowina leidet ständig unter den Folgen primitiver politischer Konstrukte zwischen Kroatien und Serbien. Meistens schüren sie künstlich Spannungen zwischen sich und produzieren einen Hass, um zu zeigen, dass Serben und Kroaten nicht zusammenleben können. Nach all diesen Ausbrüchen treffen sich Dodik und Čović, schütteln sich herzlich die Hände, umarmen sich und treten vor die Presse mit gemeinsamen Positionen gegen Bosnien und Herzegowina. Dann beschäftigen sich alle mit primitiven Ausbrüchen und dem Zerstören einer Tafel in kyrillischer Schrift in Vukovar. Eines Tages zerstören sie sie, am nächsten Tag machen sie eine neue. Die Tafel ist immer noch da, aber eine neue faschistische Tafel wurde in Jasenovac errichtet. Dann fordern einige, dass die Tafel entfernt wird, und Plenković weigert sich. Dann verteidigt Kolinda Grabar Kitarović die Tafel. Dann wird die Tafel entfernt und etwa zehn Kilometer von Jasenovac entfernt aufgestellt. Auf der Bühne steht die primitivste öffentliche Kommunikation, die uns mit Gewalt Hass in die Seelen einpflanzen und aufdrängen will.
Tatsächlich können Serbien und Kroatien nicht ohne einander existieren. Ihre Regime tauschen gemeinsame seelische Mahlzeiten des Hasses und Atavismen aus. Ihre angebliche Unverträglichkeit ist immer und nur eine Show für die Öffentlichkeit.
Damit niemand an diesem Hass zweifelt, wird er ständig mit den primitivsten Mitteln und Methoden erneuert.
Wenn ihnen die Ideen für gegenseitigen Hass ausgehen, befehlen sie Dodik und Čović, sich nicht zu treffen, damit niemand vermuten könnte, dass ihr Hass nur eine Show für naive Völker und Weltpolitiker ist. Und dieser Konflikt ist immer gegen Bosnien und Herzegowina gerichtet. Seit Juni 1992 haben Serben und Kroaten in Bosnien und Herzegowina keinen Schuss mehr aufeinander abgegeben, aber weltfremde Politiker sagten ständig: Serben und Kroaten, die in Kroatien Krieg geführt haben, können nicht zusammen in Bosnien und Herzegowina leben.
Tuđman und Milošević sagten ständig, dass der Frieden auf dem Balkan von den Beziehungen zwischen Belgrad und Zagreb abhängt. Das wiederholen Vučić und Kitarović heute. Das ist das Einzige, was stimmt, da Slobodan und Franjo alle Konflikte und Kriege gemeinsam inszeniert haben. Daher werden Vučić und Kitarović für den Frieden oder für alle zukünftigen Kriege verantwortlich sein.
Warum erkennen kroatische und serbische Politiker ihre Verantwortung für den Frieden auf dem Balkan an? Um ihren Preis in diesem irdischen Loch, in dieser Balkan-Spelunke, auf diesem tiefsten Grund, den sie selbst mit ihrer Kunst der Herrschaft und des Hasses gegraben haben, zu erhöhen.
In diesen Tagen besuchte Vučić Sarajevo. Zum vierten Mal, wenn man die offizielle Besichtigung des Jüdischen Friedhofs mitzählt. Unmittelbar nach diesem Besuch fuhr er nach Ost-Sarajevo. Das ist eine Art ländlicher Teil von Ost-Berlin. Ost-Sarajevo erinnert an das europäische Erbe des Bösen, das die Friedensverhandlungsführer in Deutschland beendet haben und aus nostalgischen Gründen in Sarajevo geschaffen haben.
Zum Glück war Vučić auf dem Jüdischen Friedhof, sonst hätten ihm unsere Leute den Sechsten-April-Preis oder den Isa-beg-Isaković-Preis verliehen, so wie sie ihn Kolinda Grabar Kitarović verliehen haben.
Wenn Vučić Wahlen oder Probleme in Serbien hat, spannt er die Beziehungen zu Kroatien an, erhebt die Stimme und beginnt mit Drohungen. Oder er besucht Bosnien und Herzegowina, um sich um die bedrohten Serben zu kümmern.
Wenn Kitarović und die HDZ ihre Popularität verbessern wollen, beginnen sie mit der Rede über die Bedrohung der kroatischen Bevölkerung in Bosnien und Herzegowina. Dann eilen ihre Minister wie Räuber nach Stolac und fordern Rechte für ihre bedrohten Landsleute.
Als sie vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag den Prozess gegen Slowenien um den Golf von Piran verloren, sagten die Kroaten sofort öffentlich, dass sie das Urteil nicht anerkennen. Und dann forderten sie dringend den Bau der Pelješac-Brücke. Letzten Monat vertrieben die Slowenen kroatische Boote aus dem Golf von Piran, aber die Medien schweigen darüber. Die Pelješac-Brücke ist wichtig, denn dort gewinnen sie mediale und jede andere Schlacht. Und Vučić und Kitarović könnten ohne ihre Lakaien im Staat Bosnien und Herzegowina nichts tun. Deshalb halten sie sie in Kontakt. Diese Lakaien und hiesigen politischen Saboteure sorgen dafür, dass sie wichtige Faktoren bei der Lösung und Auslösung von Krisen in Bosnien und Herzegowina sind. Mit der Hilfe dieser Lakaien kehrt der nationale Stolz und das Selbstvertrauen vor ihrem eigenen Publikum zurück.
Diese Lakaien kämpfen fieberhaft für die Pelješac-Brücke und andere Interessen Kroatiens, gegen die Interessen ihres eigenen Landes. Ähnlich erhöht Vučić die nationalen Spannungen bei der Eröffnung des Baus der Ljubovija-Brücke, die größtenteils mit dem Geld föderaler Steuerzahler – der Bosniaken – bezahlt wurde. Deshalb sind Vučić und Kitarović besorgt um die Serben und Kroaten in Bosnien und Herzegowina. Damit ihnen die bosnischen Serben und Kroaten ihre Loyalität zurückgeben, wann immer es nötig ist. Und das ist sehr oft nötig, denn die seelische Nahrung unserer Nachbarn und Mitbewohner ist das Schlagen auf die Souveränität von Bosnien und Herzegowina. Niemand hat ihnen bisher gesagt, dass selbst großstaatliche Projekte keine kleinen Seelen vollbringen können.
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