Gymnasiasten des Kantons Sarajevo beim Friedensmarsch: Über 200 junge Menschen wandern auf dem Weg nach Potočari

Patria
AutorPatria
15:19
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Gymnasiasten des Kantons Sarajevo beim Friedensmarsch: Über 200 junge Menschen wandern auf dem Weg nach Potočari

(Patria) - In der Organisation des Instituts für die Entwicklung der voruniversitären Bildung des Kantons Sarajevo und mit voller Unterstützung des Ministeriums für Erziehung und Bildung des Kantons Sarajevo nehmen Schüler und Lehrer bereits zum zweiten Mal systematisch am Friedensmarsch teil, einer symbolischen und tief bewegenden Etappe von Nezuk nach Potočari.

Im vergangenen Jahr legten erstmals rund 50 Schüler und Lehrer diese wichtige Etappe zurück. In diesem Jahr überschreitet diese Zahl 200, was bestätigt, dass durch gemeinsames Handeln von Schulen, dem Ministerium und dem Institut die Erinnerungskultur Teil des Bildungs- und Erziehungsprozesses wird.

„Der Friedensmarsch ist viel mehr als ein physischer Weg. Es ist ein Marsch für die Wahrheit, für Gerechtigkeit und für das bleibende Gedenken. Mit der Teilnahme unserer Schüler und ihrer Lehrer wird eine klare Botschaft gesendet: Die jungen Generationen haben das Recht und die Pflicht zu wissen, zu verstehen und Zeugnis abzulegen, Fürsprecher des Friedens zu sein, besonders heute in einer Welt, in der sich das Verbrechen des Völkermords wiederholt, dieses Mal gegen das Volk Palästinas“, erklärte die Ministerin für Erziehung und Bildung des Kantons Sarajevo, Naida Hota-Muminović, die bei der zentralen Veranstaltung in Nezuk sprach und ihre Hoffnung ausdrückte, dass auch andere Bildungssysteme in den kommenden Jahren am Friedensmarsch teilnehmen werden.

Durch die systematische Einbeziehung der Schüler wollen das Ministerium für Erziehung und Bildung des Kantons Sarajevo und das Institut für die Entwicklung der voruniversitären Bildung die Werte der Gemeinschaft, der Wahrheit und der Solidarität stärken, aber auch zeigen, dass die Schule nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung ist, sondern auch ein Hüter des kollektiven Gedächtnisses und der Werte, die verantwortungsbewusste, einfühlsame und bewusste Generationen erziehen.

Die Pflege der Erinnerungskultur, insbesondere an den Völkermord in Srebrenica, ist unsere gemeinsame Verpflichtung – eine Verpflichtung gegenüber den Opfern, gegenüber ihren Familien, aber auch gegenüber jedem Schüler, der Wahrheit und die Möglichkeit verdient, eine Gesellschaft des Friedens, der Toleranz und des gegenseitigen Respekts aufzubauen.

„Wir danken allen Schülern, Lehrern, Eltern, Mitarbeitern des Instituts und allen, die mit ihrem Einsatz, ihrem Wissen und ihrer Hingabe dazu beitragen, dass die Erinnerungskultur in unseren Schulen und unserem Alltag lebendig bleibt. Nur eine Gesellschaft, die sich erinnert, kann auf eine Zukunft hoffen, in der sich Verbrechen niemals wiederholen werden“, heißt es aus dem zuständigen Ministerium.

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