
Die Zentrale Wahlkommission Bosnien und Herzegowinas hat diese Woche die Beglaubigung der Kandidaturen mehrerer kantonaler Abgeordneter für das Haus der Völker der FBiH aufgrund von Nationalitätswechseln abgelehnt, schreibt die bosnisch-herzegowinische Nachrichtenagentur Patria.
Bislang wurden die Kandidatenlisten aus fünf kantonalen Versammlungen beglaubigt.
Wenn die Liste der Kandidaten für das Haus der Völker der FBiH aus der Versammlung des Kantons Sarajevo an die Reihe kommt, auf der als Kandidaten für den Klub der Serben Haris Pleho (BOSS) und Nermin Bjelak (BPS-Sefer Halilović) stehen, die sich bei den Kommunalwahlen 2012 als „Andere“ und bei den allgemeinen Wahlen 2014 als Serben erklärt haben, wird auch ihre Kandidatur abgelehnt.
Anstelle von Pleho geht der Kandidat der Demokratischen Front, Srđan Sužnjević, in das Haus der Völker der FBiH, wie Patria erfährt.
Auch der Vizepräsident der Föderation Bosnien und Herzegowinas, Svetozar Pudarić, äußerte Besorgnis über den Nationalitätswechsel im Fall der beiden Abgeordneten der Versammlung des Kantons Sarajevo, Haris Pleho und Nermin Bjelak (Serben).
Er richtete ein Schreiben an die Zentrale Wahlkommission Bosnien und Herzegowinas. Unter anderem erklärte Pudarić, er sei besorgt über die möglichen Folgen, die der ungeklärte Status der beiden serbischen Abgeordneten in der Versammlung des Kantons Sarajevo, Haris Pleho und Nermin Bjelak, bei der Wahl der Delegierten für das Haus der Völker des Parlaments der Föderation Bosnien und Herzegowinas haben könnte.
Nach inoffiziellen Informationen aus der Zentralen Wahlkommission könnten Pleho und Bjelak, abgesehen davon, dass sie das Wahlgesetz Bosnien und Herzegowinas verletzt haben, auch strafrechtlich belangt werden wegen Täuschung und falscher Darstellung.
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