Verflechtung von HDZ BiH und SNSD: Čović schützt Zubac im Fall "Zovko-oil" wegen Kriminalität

Patria
AutorPatria
14:28
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Verflechtung von HDZ BiH und SNSD: Čović schützt Zubac im Fall "Zovko-oil" wegen Kriminalität

Anfang Februar 2015. übergab die Staatliche Ermittlungs- und Schutzagentur (SIPA) der Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina einen Bericht über verdächtige Vorgänge in der Föderalen Direktion für Warenreserven im Zusammenhang mit dem Verschwinden von rund 1,6 Millionen Litern Eurodiesel und Benzin aus dem Lager "Zovko-oil" in Žepče, deren Wert auf rund sechs Millionen KM geschätzt wird.

Interessant ist jedoch, dass genau zu der Zeit, als der Bericht der Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina vorgelegt werden sollte, in einem Gastronomiebetrieb in Lukavica ein geheimes Treffen zwischen dem Direktor der SIPA, Goran Zubac, und seinem Stellvertreter Đuro Knežević, mit dem Direktor der Direktion für Warenreserven der Föderation Bosnien und Herzegowina, Tončo Bavrka, stattfand, schreibt die bosnisch-herzegowinische Nachrichtenagentur Patria.

Eine Quelle von Patria, die gut über die Vorkommnisse in diesem Fall informiert ist, behauptet, dass nach dem Treffen der Direktor und sein Stellvertreter bei der SIPA die zuständigen Ermittler angewiesen hätten, alle Informationen und Anweisungen der Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina zu diesem Fall lediglich "zur Kenntnis zu nehmen" und den Fall so weit wie möglich zu behindern, indem anstelle der Erstellung eines Berichts über die begangene Straftat der Staatsanwaltschaft nur karge Informationen über die ergriffenen Maßnahmen und Handlungen weitergeleitet würden!

VERFLECHTUNG VON HDZ BiH UND SNSD

Die Dienstleistung der SIPA im Fall "Zovko Oil" war jedoch nicht kostenlos, was sich am besten in den erfolglosen Versuchen zeigte, den verurteilten Direktor der SIPA, Goran Zubac, abzusetzen, dessen Schutz von Mitgliedern des Unabhängigen Ausschusses der Parlamentarischen Versammlung von Bosnien und Herzegowina von HDZ BiH gewährt wurde, die entweder gegen die Absetzung stimmten oder gar nicht zu den Sitzungen erschienen.

Dieser Fall zeigt die direkte Verbindung der politischen Führer von HDZ BiH und SNSD, Dragan Čović und Milorad Dodik, die durch ihre Schützlinge kriminelle Machenschaften in Millionenhöhe vertuschen.

Unsere Quelle enthüllt auch, dass die zuständige Staatsanwältin Edina Hubjer die Behinderung durch die SIPA und die Verzögerung der Ermittlungen zugelassen hat.

VERSTRICKUNG VON BAVRKA

An dem Verschwinden der Kraftstoffvorräte der Direktion aus dem Lager von Zovko Oil ist auch der Direktor Tončo Bavrka direkt beteiligt, denn wie in der Untersuchung von CIN angegeben, nutzte er nicht die gesetzlichen Möglichkeiten, um den Diebstahl zu stoppen, noch informierte er die zuständigen Ermittlungsbehörden über den Verlust der Waren. Stattdessen, während die Kraftstoffvorräte aus den Terminals des Unternehmens in Žepče verschwanden, versuchte Bavrka, die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina (FBiH) davon zu überzeugen, einen fragwürdigen Plan zu akzeptieren, nämlich die Schuld für den Kraftstoff gegen eines der Terminals der Gruppe, zu der "Zovko Oil" gehört, einzutauschen.

Die Führung der Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina lehnte den Plan jedoch ab. Laut dem damaligen Finanzminister Ante Krajina war der Wert des Terminals überbewertet, während der damalige Premierminister Nermin Nikšić sagte, dass die Föderation Bosnien und Herzegowina ein solches Objekt nicht benötige.

Nikšić sagte, dass sie der Direktion die Zustimmung erteilt hätten, über den Tausch der Schuld zu verhandeln, weil sie sehen wollten, worum es dabei gehe.

Je mehr jedoch darüber gesprochen wurde, je tiefer man eindrang, je mehr aufgedeckt wurde, desto größere Unregelmäßigkeiten kamen ans Licht – sagt Nikšić.

Die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina forderte die Föderale Aufsichtsbehörde für Inspektionen auf, die von der Direktion genutzten Waren in den Lagern zu überprüfen. Nikšić sagte den Journalisten von CIN, dass sie die Kontrolle angeordnet hätten, weil sie Informationen erhalten hätten, dass sich die Waren der Direktion nicht in den Lagern befänden, obwohl sie dort erfasst waren. Er fügte hinzu, dass sie mit den Warenkontrollen, die von der Direktion durchgeführt wurden, nicht zufrieden gewesen seien.

Die Direktion verklagte das Unternehmen "Zovko Oil" im Juli 2012, konnte die Schäden jedoch nicht geltend machen.

Anfang letzten Jahres wurde über "Zovko Oil" der Konkurs eröffnet. Der Direktion wurde im Konkursverfahren ein Teil der Forderungen für Kraftstoff in Höhe von 5,9 Millionen KM anerkannt. Es bestehen jedoch geringe Chancen, diese einzutreiben. Das Vermögen des Unternehmens "Zovko Oil" ist 14 Millionen wert, die Schulden sind fast zweieinhalb Mal höher.

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