Fall Beroš: Robotisches Mikroskop 200 Mal teurer als der Einkaufspreis bezahlt

Patria
AutorPatria
16:51
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Fall Beroš: Robotisches Mikroskop 200 Mal teurer als der Einkaufspreis bezahlt

(Patria) - Das kroatische Gesundheitsministerium unter der Leitung von Vili Beroš hat für ein teures robotisches Mikroskop für das Klinische Krankenhauszentrum in Osijek 200 Prozent mehr als den Einkaufspreis bezahlt, wie die Europäische Staatsanwaltschaft berechnet hat.

Das Geld wurde aus dem Staatshaushalt ausgezahlt, und die Europäische Staatsanwaltschaft vermutet, dass alles mit Zustimmung von Minister Beroš abgelaufen sei, der dafür auch etwa 25.000 Euro Bestechungsgeld erhalten habe.

Dass es sich um einen überzahlten Betrag handelt, wie das Büro des Europäischen Staatsanwalts annimmt, geht aus den während der Ermittlungen gefundenen Rechnungen hervor, berichten kroatische Medien.

Die Firma von Saša Pozder, einem Unternehmer, den die Europäische Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit manipulierten Ausschreibungen für teure robotische Geräte für mehrere Krankenhäuser in Kroatien beschuldigt, kaufte das fragliche neurochirurgische robotische Operationsmikroskop von einem österreichischen Hersteller für 135.000 Euro.

Ähnliches soll sich, wie vermutet wird, auch im Fall der Klinik für Kinderkrankheiten in Zagreb ereignet haben, der Pozder laut den Unterlagen, die die europäischen Ermittler erhalten haben, ein Gerät für 371.000 Euro verkauft habe, während der Einkaufspreis 125.000 Euro betragen habe.

Im dritten Fall, der von den Ermittlungen erfasst ist, betrug der Preis, den das Klinische Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern laut den gefundenen Unterlagen an Pozder für ein robotisches Mikroskop zahlte, 456.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Dasselbe Gerät habe Pozder laut der den Beweisen beigefügten Rechnung für 130.000 Euro vom österreichischen Lieferanten gekauft.

In die Aktion ist auch die Uskok (Staatsanwaltschaft zur Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität) eingebunden, die Pozder und Beroš bereits festgenommen hat. Für sie wurde Untersuchungshaft angeordnet, und sie wurden nach Remetinac in Zagreb überstellt.

Die Ermittlungen der Uskok umfassen auch den Leiter der Zagreber Klinik für Neurologie des KBC "Sestre milosrdnice", Krešimir Rotim, der sich auf freiem Fuß mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen verteidigen wird.

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