
(Patria) - Die KS-Versammlung hat auf der gestrigen Fortsetzung ihrer Sitzung über die Tätigkeits- und Finanzberichte der Gesundheitseinrichtungen im Kanton Sarajevo abgestimmt. Alle Berichte wurden angenommen, mit Ausnahme des Berichts der öffentlichen Einrichtung Apotheken Sarajevo.
Die Direktorin der Apotheken Sarajevo, Zenaida Hasić, eine dem SDP und Aljoša Čampari nahestehende Person, verhielt sich gestern während der Sitzung unangemessen. So öffnete Direktorin Hasić während der Ausführungen des Abgeordneten Haris Zahiragić die Türen der KS-Versammlung, indem sie sich bückte, um von der Kamera im TV-Livestream hinter Zahiragić aufgenommen zu werden.
Der Bericht der Apotheken Sarajevo erhielt 17 Stimmen, unter den vier Enthaltungen war Mersiha Mehmedagić von Narod i pravda.
Vor der Abstimmung über diese Berichte wies die Abgeordnete der DF, Vedrana Vujović, darauf hin, dass noch nie über die Berichte für das Jahr 2023 abgestimmt worden sei. Der Vorsitzende der KS-Versammlung, Elvedin Okerić, sagte, dass es auch in der Vergangenheit solche Fälle gegeben habe und es keine Hindernisse für die Abstimmung gebe.
Was die Berichte für das Jahr 2023 betrifft, so war gerade der Bericht der Apotheken Sarajevo der Stolperstein der aktuellen Koalition. Das Mandat der Direktorin der Apotheken Sarajevo läuft im Mai dieses Jahres aus.
Sie übernahm die Leitung dieser öffentlichen Einrichtung im Jahr 2021.
In ihrem Beitrag sprach Hasić über die herausfordernde finanzielle Situation in dieser Institution und wies darauf hin, dass sie keine Budgetempfänger seien, sondern ihre Einnahmen selbst erwirtschaften.
Der Gewerkschaft der Apotheken Sarajevo äußerten Zweifel daran, dass eine Privatisierung der Apotheken Sarajevo bevorstehe und dass gerade hohe Schulden bei Lieferanten diesen Prozess beschleunigen sollten. Mit Hasićs Amtsantritt bei den Apotheken verloren einige Lieferanten ihre Verträge, während andere für Medikamente zig Millionen Mark erhalten.
Nachdem der Tätigkeits- und Finanzbericht für das Jahr 2024 keine Unterstützung durch die KS-Versammlung erhalten hatte, sollte der Gesundheitsminister des Kantons Sarajevo, Enis Hasanović (SDP BiH), laut dem Verwaltungsrat der Apotheken Sarajevo eine Initiative zur Entlassung der Direktorin einleiten. An der Spitze des Verwaltungsrats steht Vesna Pirija.
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