
(Patria) – Obwohl eine Gruppe von 13 Dekanen für heute um 14 Uhr eine außerordentliche Sitzung des Senats der Universität Sarajevo angekündigt hatte, erschien im Rektorat zu diesem Termin keiner der Unterzeichner des Antrags, abgesehen von einigen Journalistenteams.
Andererseits antworteten auf das Schreiben von Rektor Tarik Zaimović, der am Freitag und Samstag den Senatsmitgliedern anbot, einen von zwei Terminen für die außerordentliche Sitzung zu wählen, 32 Senatsmitglieder, und es ist geplant, dass am Mittwoch sowohl die ordentliche als auch die außerordentliche Sitzung des Senats stattfinden.
Von den 32 Senatsmitgliedern, wenn man den Rektor, die Prorektoren und die Studierenden nicht mitzählt, nahmen 17 Dekane der Fakultäten, Akademien und Direktoren der Institute der UNSA den Vorschlag des Rektors an. Diese Zahl zeigt also, dass Rektor Zaimović eine größere Anzahl von Mitgliedern der UNSA hat, die alle offenen Fragen in einem rechtmäßigen Verfahren erörtern wollen, als die Gruppe, die gewaltsam die Ernennung eines amtierenden Rektors fordert.
In der Zwischenzeit erschien im Laufe des Tages in den Medien ein Schreiben der Gruppe von Dekanen, die die Wahl von Rektor Zaimović anfechten, und sie präsentierten ihre Sicht der Dinge in einem Brief, den sie an den Senat, die Kantonale Aufsichtsbehörde für Inspektionsangelegenheiten, das Gericht, die Regierung und die Versammlung des Kantons Sarajevo sowie die Ministerin für Hochschulbildung sandten.
Rektor Zaimović hatte die Senatsmitglieder zuvor darüber informiert, dass er bereit sei, über die aktuelle Situation zu sprechen, jedoch nur, wenn die gesetzlichen Verfahren und die Bestimmungen des Statuts der UNSA eingehalten würden.
Gerade das Statut legt klar fest, wie ein Rektor abgesetzt werden kann, und nicht auf der Grundlage einer Entscheidung der KUIP und des zuständigen Ministeriums.
Nachdem das Verfahren zur Wahl des Rektors der UNSA für die Amtszeit 2024–2028 durchgeführt worden war, worüber der Senat einen Beschluss gefasst hatte, wurde innerhalb der vorgesehenen gesetzlichen Frist kein Verwaltungsstreitverfahren eingeleitet. Daraufhin folgte eine verstärkte Kontrolle durch die Bildungsinspektoren auf der Grundlage anonymer Anzeigen mit Unterstützung der zuständigen Ministerin Adna Mesihović.
Was den Antrag dieser 13 Dekane betrifft, so befinden sich unter den Unterschriften auch zwei Namen, die keine Dekane sind, sondern jemand anderes hat im Namen der Dekane unterschrieben. Andererseits, obwohl das Statut vorsieht, dass ein Drittel des Senats einen Antrag auf Abhaltung einer Sitzung stellen kann, sind 13 von 46 Senatsmitgliedern sicherlich kein Drittel, womit dieser Antrag formal-rechtlich fehlerhaft ist.
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